Wirtschaft

Stärkster Anstieg seit Oktober 2008: US-Inflationsrate geht hoch

Die Vereinigten Staaten schlagen sich mit deutlich gestiegenen Verbraucherpreisen herum. Im Mai steigt die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent. Laut Experten ist die US-Notenbank Fed noch nicht gefordert, ihre Politik des billigen Geldes zu beenden. Die USA schlagen sich derzeit mit einem zu schwachen Aufschwung herum.

(Foto: REUTERS)

Die Verbraucherpreise in USA sind im Mai so stark gestiegen wie seit über zweieinhalb Jahren nicht mehr. Die Lebenshaltungskosten erhöhten sich um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit Oktober 2008.

Analysten hatten lediglich mit einer Inflationsrate von 3,4 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat legten die Preise um 0,2 Prozent zu.

Experten sehen dennoch die US-Notenbank Federal Reserve nicht unter Zugzwang, ihre Nullzinspolitik rasch zu beenden: Die monatliche Teuerung fällt ihren Angaben zufolge geringer aus als in den Vormonaten. Vor allem der rückläufige Ölpreis dämpfe den Inflationsdruck, sagte Helaba-Expertin Viola Stork. Der Anstieg der Jahres-Teuerungsrate sei zudem einem Basiseffekt geschuldet. "Eine rasche Abkehr von der expansiven Geldpolitik lässt sich durch die heutigen Zahlen nicht ableiten", sagte Stork.

New Yorker Index bricht ein

Der Aufschwung in den Vereinigten Staaten ist in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten. Die Industrie im Bundesstaat New York verlor im Juni überraschend stark an Fahrt. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe brach auf minus 7,79 Punkte von plus 11,88 Zählern im Mai ein, wie die New Yorker Federal Reserve am Mittwoch mitteilte.

Das Barometer rutschte damit erstmals seit November 2010 in den negativen Bereich. Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg auf plus 12,50 Punkte gerechnet. Die Daten gelten als Frühindikator für die gesamte Industrie in den USA.

Quelle: n-tv.de

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