Wirtschaft

Immerhin weniger ErstanträgeUS-Jobmarkt weiter kritisch

16.06.2011, 15:24 Uhr

In den USA lechzt man nach guten Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geht stärker runter als erwartet. Allerdings liegt sie weiter über der kritischen Schwelle von 400.000 Anträgen.

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Der Run auf die Arbeitsämter ist in den USA nach wie vor stark. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 11. Juni stärker gefallen als erwartet, blieb jedoch auf einem erhöhten Niveau. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, wurde auf saisonbereinigter Basis ein Rückgang um 16.000 auf 414.000 verzeichnet. Volkswirte hatten einen Rückgang um 7.000 vorhergesagt.

Die Marke von 400.000 Anträgen wird als kritische Schwelle angesehen, weil viele Ökonomen annehmen, dass unterhalb dieser Grenze ein Stellenaufbau in der Wirtschaft stattfindet.

Für die Vorwoche wurde die Zahl der Erstanträge leicht nach oben revidiert, auf 430.000 von zuvor 427.000. Den Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt gab das Ministerium mit 424.750 an. Für die Vorwoche wurde ein revidierter Wert von ebenfalls 424.750 (vorläufig: 424.000) ausgewiesen.

Lichtblick am Häusermarkt

Die Lage am US-Immobilienmarkt hellte sich im Mai unerwartet kräftig auf. Die Zahl der Wohnbaubeginne stieg laut Handelsministerium aufs Jahr hochgerechnet um 3,5 Prozent auf 560.000. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 540.000 gerechnet. Für April wurde die Zahl der Wohnbaubeginne auf 541.000 von den ursprünglich gemeldeten 523.000 revidiert.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime stieg um 8,7 Prozent. Aufs Jahr hochgerechnet lag die Zahl der genehmigten Anträge mit 612.000 so hoch wie seit Dezember 2010 nicht mehr. Die Zahl ist ein Barometer für den zukünftigen Häuserbau und lag deutlich höher als von Volkswirten mit 558.000 erwartet.

Quelle: DJ/rts