Wirtschaft

Einzelhandel stöhnt noch: US-Konsumenten optimistischer

Durchwachsene Konjunkturdaten aus den USA: Während die Umsätze im Einzelhandel überraschend sinken, wächst das Verbrauchervertrauen stärker als erwartet.

(Foto: REUTERS)

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes hat sich weiter gebessert. Der entsprechende Index der Universität Michigan stieg im Juni nach vorläufigen Berechnungen auf 75,5 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Januar. Vor einem Monat hatte der Index noch 73,6 Zähler erreicht.

Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

"Nach dem schwächeren Einzelhandelsumsatz ist das eine gute Nachricht", sagte ein Aktienhändler in Frankfurt. Die Umsätze im US-Einzelhandel waren im Mai um 1,2 Prozent zurückgegangen; Analysten hatten im Schnitt ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert. "Man darf jetzt eine Monatszahl nicht überbewerten, im bisherigen Jahresverlauf hat sich der Einzelhandel immer noch deutlich besser geschlagen als befürchtet", sagte Analyst Thomas Amend von HSBC Trinkaus. Allerdings werde der Konsum auf absehbare Zeit kein Wachstumsmotor für die US-Wirtschaft sein.

Quelle: n-tv.de

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