Mittwoch, 16. Dezember 2009
Keine Arzneimittel-Importe: US-Pharmabranche gewinnt
Unter dem Druck der Pharmabranche streicht der US-Senat die Verschreibung importierter Arzneimittel aus der Gesundheitsreform. Zwei Vorstöße zur Genehmigung der häufig billigeren Medikamente aus dem Ausland verfehlten die Mehrheit in der Kammer.
US-Präsident Barack Obama mit dem Mehrheitsführer der Demokraten im Senat Harry Reid.
(Foto: REUTERS)
Die aus beiden Parteien stammenden Verfechter der Initiativen reagierten enttäuscht. "Es ist wirklich bedauerlich, dass sich einmal mehr Sonderinteressen durchgesetzt haben", sagte der republikanische Senator John McCain, der bei der vergangenen Präsidentenwahl gegen Barack Obama angetreten war.
Der Import günstiger Arzneimittel galt als Weg, die hohen Gesundheitskosten zu deckeln. Er hätte allerdings auch den Umsatz von Großkonzernen wie Pfizer, Johnson & Johnson und Merck geschmälert. Die US-Pharmabranche zählt zu den einflussreichsten Interessengruppen in Washington und unterstützt Obamas ehrgeizige Gesundheitsreform.
rts
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