Index stürzt abUS-Verbraucher knauserig
Die Vereinigten Staaten verzeichnen im Februar ein deutlich schlechteres Konsumklima. Der Index für das Verbrauchervertrauen erreicht mit 46 Punkten den tiefsten Stand seit April 2009. Die Konsumausgaben machen etwa zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaftsleistung aus.
Das Konsumklima in den USA ist im Februar überraschend eingebrochen. Der Index für das Verbrauchervertrauen sank auf 46 von revidiert 56,5 Punkten im Januar und erreichte damit den tiefsten Stand seit April 2009, wie das Forschungsinstitut Conference Board mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem leichten Rückgang auf 55,0 Punkte gerechnet.
Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben. Diese machen etwa zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaftsleistung aus.
Eine Teilkomponente des Index - die Einschätzung der Bürger ihrer aktuellen Lage - fiel auf das tiefste Niveau seit Februar 1983. Sorgen über die Beschäftigungsaussichten und die Einkommensperspektiven stimmten die Bürger pessimistisch, erklärte das Institut. Die Wirtschaftskrise hat bereits 8,4 Millionen Amerikaner ihren Arbeitsplatz gekostet. Auch zu Jahresbeginn setzte sich der Jobabbau fort.
Immobilienpreise gehen runter
Auch die Preise für Wohnimmobilien in den 20 größten Ballungszentren der USA sanken überraschend. Sie fielen im Dezember 2009 um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie aus dem Index von Standard & Poor's hervorgeht. Analysten hatten mit stabilen Preisen gerechnet. Binnen Jahresfrist fielen die Preise um 3,1 Prozent.
Experten begründeten den Preisrückgang mit der schwachen Nachfrage. "Der Markt bleibt sehr fragil", sagte Analyst Teunis Brosens von Global Economics. Die Zahl der Neubaubeginne war 2009 wegen der Rezession um mehr als ein Drittel eingebrochen. Die im Frühjahr auslaufenden einmaligen Steuergutschriften für den Immobilienkauf dürften die Nachfrage in den nächsten Monaten stützen, sagte Brosens.
Die Entwicklung am Immobilienmarkt wird an den Finanzmärkten genau verfolgt. Das Platzen der Blase am US-Wohnimmobilienmarkt gilt als wichtigster Auslöser der weltweiten Finanzkrise.