Wirtschaft

Im Rahmen der Erwartungen US-Wirtschaft kühlt sich ab

28.04.2011, 15:38 Uhr

Die US-Wirtschaft verliert zum Jahresauftakt kräftig an Fahrt. Das BIP der weltgrößten Volkswirtschaft steigt von Januar bis März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von lediglich 1,8 Prozent. Noch zu Jahresende lag das Plus bei 3,1 Prozent. Vor allem der private Konsum stockt.

Bernanke
Fed-Chef Bernanke nimmt auf einer Pressekonferenz die Wachstumsprognose für das laufende und das kommende Jahr zurück. (Foto: REUTERS)

Das US-Wirtschaftswachstum hat sich im ersten Jahresviertel wie erwartet deutlich abgeschwächt. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer ersten Veröffentlichung am Donnerstag mitteilte, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Januar und März um annualisiert 1,8 Prozent.

Die entspricht in etwa der Prognose befragter Volkswirte. Allerdings hatten sich einige für das erste Quartal mit 2,0 Prozent doch etwas mehr erwartet. Mit 1,8 Prozent hat sich das Wachstum auf jeden Fall deutlich verlangsamt; im vierten Quartal 2010 war das US-BIP noch um 3,1 Prozent gewachsen und im dritten Quartal um 2,6 Prozent.

Konsum stockt

Vor allem der private Konsum geriet ins Stocken. Höhere Preise für Lebensmittel und Kraftstoffe machen den Verbrauchern zu schaffen. Die Konsumausgaben stiegen mit 2,7 Prozent langsamer als im vierten Quartal. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte am Mittwoch bei seiner ersten Pressekonferenz nach einer Zinssitzung auf die höheren Belastungen hingewiesen: Die steigenden Kosten an den Tankstellen entzögen den Verbrauchern Kaufkraft.

Zudem drückte der harte Winter auf die Wirtschaft und belastete etwa den Bau. Die US-Notenbank hatte ihre Konjunkturprognose gesenkt und angekündigt, noch länger bei ihrer ultralockeren Geldpolitik zu bleiben.

Quelle: rts/DJ