Sonntag, 15. November 2009
Es brodelt im Betriebsrat: Unitymedia wiegelt ab
Der Betriebsrat des Kabelnetzbetreibers Unitymedia befürchtet einen Stellenabbau im Zusammenhang mit der Übernahme durch den US-Konzern Liberty Global. Die Geschäftsleitung weist die Sorgen als unbegründet zurück.
Malones Einstieg gilt als eine der größten Firmenübernahmen Deutschlands seit Ausbruch der Wirtschaftskrise.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
"Es gibt keinen Anlass, über mögliche Beschäftigungseffekte zu spekulieren", sagte Unitymedia-Sprecher Stefan Susbauer.
Am Freitag hatten die Unternehmen mitgeteilt, dass Liberty Global den zweitgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber Unitymedia für 3,5 Mrd. Euro übernehmen werde. Der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, Günter Weiland, hatte daraufhin von "erheblichen Sorgen um die Arbeitsplätze" gesprochen. Nach seinen Angaben hat Unitymedia rund 1700 Beschäftigte überwiegend in Nordrhein-Westfalen.
Auch die Kritik Weilands, der Konzernbetriebsrat sei nur durch Medienberichte informiert worden, wies der Sprecher zurück. Noch am Abend vor der Verkündung des Geschäfts habe Unitymedia-Chef Parm Sandhu versucht, das Gremium einzuladen. Es sei aber nur ein Mitglied erreicht worden. Dieses habe man dann informiert.
Weiland hatte kritisiert, dass Informations- und Mitspracherechte nicht eingehalten worden seien, und rechtliche Schritte gegen Sandhu und Finanzvorstand Christopher Winfrey angedroht.
dpa
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