Donnerstag, 03. Februar 2011
Keine Reisen nach Ägypten: Unruhen kosten Tui Millionen
Europas größter Reisekonzern Tui Travel rechnet wegen der Unruhen in Tunesien und der Krise in Ägypten mit Einbußen in Millionenhöhe. Nach Absagen von Reisen in die Region rechnet das Unternehmen mit einer Belastung im zweiten Quartal von bis zu 35 Mio. Euro.
In den klassischen Touristengebieten ist die Lage zwar bislang ruhig, wegen der höchst unsicheren Lage haben Veranstalter jedoch Reisen nach Ägypten abgesagt.
(Foto: AP)
Europas größter Reisekonzern Tui Travel rechnet wegen der Unruhen in Tunesien und der Krise in Ägypten mit Einbußen in Millionenhöhe. Die Ergebnisse im zweiten Quartal könnten nach Angaben des Unternehmens um 25 bis 30 Mio. Pfund, umgerechnet 29 bis 35 Mio. Euro, geschmälert werden. Die Krise in Ägypten werde mit mindestens 20 Mio. Pfund zu Buche schlagen und Tunesien mit fünf Mio.
Viele Reiseveranstalter haben wegen der Ereignisse in Ägypten Reisen in das Land vorerst abgesagt. In Deutschland sind unter anderem Kunden von Thomas Cook und Rewe mit seinen Veranstaltern ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg betroffen.
In sein neues Geschäftsjahr 2010/11 ist die Tui-Tochter nach eigenen Angaben gut gestartet. "Der Fortschritt im ersten Quartal ist ein vielversprechender Start in 2011 und die Buchungsposition ist gut", erklärte Tui Travel, die den Großteil des Geschäfts der deutschen Tui AG ausmachen. In dem Quartal, das bis Ende Dezember lief, verringerte das Unternehmen seinen operativen Verlust von 107 auf 84 Mio. Pfund zuvor. Tui Travel setzte in dem Dreimonatszeitraum 2,694 Mrd. Pfund um und damit sechs Prozent mehr. "Wir bleiben allerdings vorsichtig angesichts aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten", erklärte das Management.
rts
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