Lkw-AllianzVW-Betriebsrat bastelt mit
Weitere Signale aus Wolfsburg: VW-Betriebsratschef Osterloh fordert eine engere Verzahnung seines Konzerns mit Scania und MAN im Lkw-Geschäft. Volkswagen strebt eine Allianz mit beiden Unternehmen bei Lastkraftwagen an.
Volkswagen-Betriebsratschef Bernd
Osterloh sieht große Vorteile durch eine bessere Kooperation im Lastwagengeschäft
von VW, Scania und MAN. Beispielsweise kaufe MAN seine Getriebe bei Zulieferern,
dabei baue Scania selbst Getriebe. "Das ist doch paradox", sagte Osterloh
der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung". "Wenn es nach mir als Arbeitnehmervertreter
geht, dann muss geprüft werden, ob Scania nicht seine Kapazitäten aufstocken kann,
damit Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen werden können und es auch noch ein
profitables Geschäft für beide Seiten ist."
Und VW könne auch einiges an Technologie
und Einkaufskraft liefern, von dem die beiden anderen Hersteller profitieren könnten.
"Wir wollen, dass dort Synergien gehoben werden, wo es für alle drei Unternehmen
Vorteile gibt. Denn davon profitieren auch die Beschäftigten", sagte Osterloh
weiter.
VW ist mit rund 30 Prozent an
MAN beteiligt und hat bei Scania die Stimmenmehrheit. In der vergangenen Woche war
nach einer Personalrochade auf Spitzenpositionen im Konzern auch ein neues Vorstandsressort
für die Nutzfahrzeuge geschaffen worden. Es soll vom bisherigen Produktionsvorstand
Jochem Heizmann geführt werden, der die Zusammenarbeit der Schwerlastermarken vorantreiben
soll.
VW hatte seine eigene Lkw-Sparte
an MAN verkauft und strebt seit langem eine Lkw-Allianz mit MAN und Scania an.