Mittwoch, 09. Juni 2010
Absatz bis 2014 verdoppeln: VW fährt auf China ab
Volkswagen ist in China kaum zu bremsen. In ein bis zwei Jahren will der Konzern im Reich der Mitte zwei Millionen Autos absetzen, in drei bis vier Jahren sollen es bereits drei Millionen sein. Langfristige Ziele werden damit bereits mittelfristig erreicht.Volkswagen will die Kapazitäten in China innerhalb von drei bis vier Jahren auf drei Mio. Autos verdoppeln. Das kündigte VW-Chef Martin Winterkorn am Vorabend nach Angaben eines Sprechers bei der Vertragsunterzeichnung für ein neues Werk in der Stadt Foshan in der südchinesischen Boom-Provinz Guangdong an. Mit zusätzlichen Fertigungsstätten wolle Volkswagen bis 2013 oder 2014 in der Lage sein, rund drei Mio. Autos im Reich der Mitte zu bauen. 2009 hat Europas größter Autobauer in China 1,4 Mio. Autos abgesetzt.
Auf seinem weltweit wichtigsten Markt, der trotz globaler Wirtschaftskrise ein ungewöhnlich rasantes Wachstum erlebt, ist Volkswagen heute völlig ausgelastet. Der Vollausbau der Werke in Chengdu und Nanjing, das jetzt mit dem Partner First Automotive Works (FAW) vereinbarte neue Werk in Foshan und ein geplanter zusätzlicher Standort zusammen mit dem anderen Partner Shanghai Automotive (SAIC) wird die Kapazitäten in einem ersten Schritt bis 2012 zunächst auf schätzungsweise 2,6 Mio. Fahrzeuge bringen.
Nach einem Zuwachs um 36,7 Prozent im vergangenen Jahr hat der Absatz von Volkswagen in China in den ersten vier Monaten um 53 Prozent im Vergleich zum krisenbedingt schlechten Vorjahreszeitraum zugelegt. Für das gesamte Jahr 2010 rechnet Volkswagen mit einem Wachstum von deutlich über 20 Prozent. Allein zwischen 2010 und 2012 wird Volkswagen rund sechs Mrd. Euro in China investieren, nachdem es in den 25 Jahren seit 1984 7,8 Mrd. Euro waren.
rts
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