"Kein Grund zur Euphorie"VW mit guten Juni-Zahlen
Der größte europäische Autobauer Volkswagen hat im vergangenen Monat weltweit mehr Autos und Transporter verkauft als vor Jahresfrist.
Der größte europäische Autobauer Volkswagen hat im vergangenen Monat weltweit mehr Autos und Transporter verkauft als vor Jahresfrist. Der Absatz habe im Juni um rund sechs Prozent zugelegt, teilte VW-Chef Martin Winterkorn auf einer Veranstaltung in München mit.
In der ersten Jahreshälfte schlugen die Wolfsburger 5,1 Prozent weniger Fahrzeuge an die weltweite Kundschaft los als vor einem Jahr, während der gesamte Weltmarkt um 18 Prozent einbrach.
Für dieses Jahr geht Winterkorn von einem Rückgang des Gesamtmarkts gegenüber 2007, dem Jahr vor Beginn der weltweiten Absatzkrise, um zwölf Mio. Fahrzeuge auf 47 Mio. Einheiten aus. "Volkswagen hält Kurs und schlägt sich im Wettbewerbsvergleich weiterhin ordentlich", sagte der VW-Chef.
Abwrackprämien hilfreich
Dies sei allerdings kein Grund zur Euphorie. Es zeige aber, dass Volkswagen mit seiner Strategie auf dem richtigen Weg sei. Der Konzern mit seinen sieben Pkw-Marken, darunter VW, Audi, Seat und Skoda, der VW-Nutzfahrzeugsparte und dem schwedischen Lkw-Bauer Scania will in den nächsten Jahren den japanischen Autobauer Toyota als Weltmarktführer ablösen.
Volkswagen profitiert wegen seiner Kleinwagenmodelle stärker als andere Autobauer von der in immer mehr Ländern gezahlten staatlichen Abwrackprämien. Bereits im Mai hatten kräftige Zuwächse in Deutschland, China und Brasilien den Absatz erstmals seit Monaten wieder leicht steigen lassen.