Dienstag, 27. Oktober 2009
Firmen sparen Strom: Vattenfall-Gewinn bricht ein
Sinkender Energiebedarf der Industrie drückt die Gewinne des schwedischen Stromversorgers massiv nach unten.
Mit einer schnellen Rückkehr zu "früheren Größenordnungen" rechnet Konzernchef Lars G. Josefsson nicht.
(Foto: picture-alliance/ ZB)
Europas fünftgrößter Stromerzeuger vermeldete für das dritte Quartal einen Rückgang des operativen Gewinns um 37 Prozent auf rund 340 Mio. Euro (3,5 Mrd. schwedischen Kronen). Als wichtigste Ursache hierfür nannte Konzernchef Lars G. Josefsson die deutlich gefallene industrielle Nachfrage nach Elektrizität. Auch bei einer Verbesserung der wirtschaftlichen Gesamtlage sei "nicht mit einer schnellen Rückkehr zu früheren Größenordnungen zu rechnen".
Der staatliche Konzern geht nicht davon aus, dass die Nachfrage seiner Großkunden schnell auf das Niveau von vor der Rezession zurückkehrt. Dank der Übernahme wichtiger Sparten des niederländischen Rivalen Nuon in diesem Jahr kletterte der Umsatz um mehr als 20 Prozent auf rund 4,4 Mrd. Euro.
Wann das deutsche Atomkraftwerk Krümmel wieder ans Netz gehen kann, sei weiterhin unklar, erklärte Vattenfall weiter. Das AKW Krümmel an der Elbe war vor zwei Jahren nach einem Transformatoren-Brand abgeschaltet worden. Nach einer umfangreichen Revision sollte es im Sommer wieder angefahren werden. Ein erneuter Defekt im Transformator verhinderte dies jedoch. Zudem wurden weitere Mängel an dem überholten Reaktor wie etwa ein beschädigter Brennstab entdeckt.
rts
Hintergründe zur Nachricht
Bilderserien zur Nachricht
Wirtschaft
-
Stimmungstöter Europa
Kursverluste an der Wall Street
-
Telefonica überrascht
O2 soll an die Börse
-
Presta-Mitarbeiter müssen gehen
ThyssenKrupp kündigt
-
Griechenland-Exporte
Euler Hermes versichert nicht
-
Hiobsbotschaften und "Todeskreuz"
Dax kennt kein Halten
-
Spanien-Angst wächst
Euro stürzt unter 1,24 Dollar
-
Boni-Streit vor Londoner Gericht
Coba erleidet Schlappe
-
Verbleib im Deutsche-Bank-Turm
Börsig behält Privilegien
-
"Das Urteil ist gefallen"
Schlecker steht vor dem Aus
-
Defizitabbau darf länger dauern
EU kommt Spanien entgegen
-
Zwischen Krisenangst und Optimismus
Konjunktur bleibt wackelig
-
Rätselraten um Bankia-Hilfen
EZB wurde gar nicht gefragt
