Firmen sparen StromVattenfall-Gewinn bricht ein
Sinkender Energiebedarf der Industrie drückt die Gewinne des schwedischen Stromversorgers massiv nach unten.
Europas fünftgrößter Stromerzeuger vermeldete für das dritte Quartal einen Rückgang des operativen Gewinns um 37 Prozent auf rund 340 Mio. Euro (3,5 Mrd. schwedischen Kronen). Als wichtigste Ursache hierfür nannte Konzernchef Lars G. Josefsson die deutlich gefallene industrielle Nachfrage nach Elektrizität. Auch bei einer Verbesserung der wirtschaftlichen Gesamtlage sei "nicht mit einer schnellen Rückkehr zu früheren Größenordnungen zu rechnen".
Der staatliche Konzern geht nicht davon aus, dass die Nachfrage seiner Großkunden schnell auf das Niveau von vor der Rezession zurückkehrt. Dank der Übernahme wichtiger Sparten des niederländischen Rivalen Nuon in diesem Jahr kletterte der Umsatz um mehr als 20 Prozent auf rund 4,4 Mrd. Euro.
Wann das deutsche Atomkraftwerk Krümmel wieder ans Netz gehen kann, sei weiterhin unklar, erklärte Vattenfall weiter. Das AKW Krümmel an der Elbe war vor zwei Jahren nach einem Transformatoren-Brand abgeschaltet worden. Nach einer umfangreichen Revision sollte es im Sommer wieder angefahren werden. Ein erneuter Defekt im Transformator verhinderte dies jedoch. Zudem wurden weitere Mängel an dem überholten Reaktor wie etwa ein beschädigter Brennstab entdeckt.