US-Konsumklima hellt sich aufVerbraucher fassen Mut
Die Stimmung unter den US-Verbrauchern scheint die Talsohle durchschritten zu haben: Das Konsumklima in den USA hellt sich im Januar den dritten Monat in Folge auf.
Das Konsumklima in den USA hat sich im Januar den dritten Monat in Folge aufgehellt. Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg auf 55,9 von 53,6 Punkten im Dezember, wie das Forschungsinstitut Conference Board mitteilte.
Dies ist der höchste Wert seit September 2008 - als die Weltwirtschaftskrise ausbrach. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 53,5 Punkte von ursprünglich gemeldeten 52,9 Punkten gerechnet.
Die Amerikaner blickten offenbar wieder deutlich zuversichtlicher auf den Arbeitsmarkt und seien daher bereit, mehr Geld auszugeben, was wiederum der Wirtschaft zugute komme, erklärten die Forscher.
Die New Yorker Ökonomin Julia Coronado von der Bank BNP Paribas sprach nach zwei Jahren der massiven Einschnitte auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt von gedämpftem Optimismus. "Wir sprechen nicht von fröhlichen und jubelnden Konsumenten", sagte sie. "Vielmehr können wir sagen, dass der Trübsinn etwas abfällt."
Die US-Arbeitslosenquote liegt bei zehn Prozent. Obwohl Ökonomen eine deutliche Erholung der größten Volkswirtschaft der Welt erwarten, befürchten Experten auch zum Ende dieses Jahres weiter eine Quote von über neun Prozent. Für amerikanische Verhältnisse ist das ein extrem hoher Wert.
Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.