Donnerstag, 17. Dezember 2009
Nachverhandlungen bei A400M: Vertragspartner geben Schonfrist
Nach dem Erstflug des Airbus-Militärtransporters A400M verlängern die sieben Abnehmerländer - unter ihnen Deutschland und Frankreich - die Verhandlungsfrist mit dem Mutterkonzern EADS."Wir geben uns bis Ende Januar Zeit zum Verhandeln", sagte der französische Verteidigungsminister Hervé Morin der Wirtschaftszeitung "La Tribune". Die Käuferstaaten hätten mittlerweile darauf verzichtet, wegen der jahrelangen Verspätung der Militärmaschine eine Vertragsstrafe zu verlangen. Sie könnten "einen zusätzlichen finanziellen Beitrag" leisten, sagte Morin. Die "wesentliche" finanzielle Last, die durch die Verzögerung entsteht, müsse aber der Airbus-Mutterkonzern EADS tragen.
Der französische Verteidigungsminister warnte davor, die Verhandlungen zu lange hinzuziehen, auch wenn sie sich derzeit "natürlich schwierig" gestalteten. Wenn der Bogen überspannt werde, "könnten die Briten aus dem Programm aussteigen", sagte Morin. Er habe sie schon einmal überzeugen müssen, dabei zu bleiben.
Der Militärtransporter hatte am Freitag vergangener Woche den lange erwarteten Erstflug absolviert. Dabei hatte EADS angekündigt, dass das allererste Flugzeug Anfang 2013 an Frankreich ausgeliefert werden solle. Eigentlich hätte die französische Armee den ersten Militärtransporter schon im Oktober dieses Jahres bekommen sollen. Deutschland ist mit 60 Maschinen das größte Abnehmerland und will mit den A400M seine alternden Transall-Maschinen ersetzen.
AFP
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