Mieses WeihnachtsgeschäftWal-Mart enttäuscht
Der US-Einzelhandelsriese Wal-Mart blutet im Weihnachtsquartal. Der Chef des US-Geschäfts, Eduardo Castro-Wright, macht für die Zurückhaltung der Kunden vor allem die hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich.
Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart hat die Auswirkungen der Rezession in den USA noch nicht abgeschüttelt. Im wichtigen Weihnachtsquartal musste der Konzern auf seinem Heimatmarkt Umsatzeinbußen auf vergleichbarer Basis von 1,6 Prozent hinnehmen. Auch für das laufende Vierteljahr rechnet Wal-Mart dort nur mit gleichbleibenden Verkaufszahlen.
"Die Umsatzzahlen in den USA werden im ersten Quartal noch schwieriger, da Wal-Mart mit starken Zahlen im Jahresvergleich und der Deflation zu tun hat", sagte Konzernchef Mike Duke. Er rechne aber im Laufe des Jahres mit einer Verbesserung auf dem Heimatmarkt.
Der Chef des US-Geschäfts, Eduardo Castro-Wright, machte für die Zurückhaltung der Kunden vor allem die hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich: "Die Sorgen vor einem Jobverlust sind weitaus größer als im vorigen Jahr." Der Rückgang der Erlöse im normalerweise umsatzstarken vierten Quartal sei allerdings auch der Renovierung von Filialen geschuldet, teilte das Unternehmen mit.
Das internationale Geschäft verhinderte für Wal-Mart allerdings Schlimmeres: Konzernweit setzte Wal-Mart im Schlussquartal mit 112,8 Milliarden Dollar 4,6 Prozent mehr um. Der Gewinn stieg auf 4,63 Milliarden Dollar nach 3,79 Milliarden Dollar. Ohne Sonderposten lag der Gewinn bei 1,17 Dollar je Aktie. Analysten hatten hier mit 1,12 Dollar pro Anteilsschein gerechnet. Für das 2011 endende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn von 3,90 bis 4,00 Dollar je Aktie.