GM zurück an die BörseWashington sucht IPO-Berater
Der im vergangenen Jahr nur knapp der Insolvenz entronnene US-Autobauer General Motors nimmt schon wieder kräftig Fahrt auf. Da alles rund läuft, ist die US-Regierung bereits in der Spur, den größtenteils verstaatlichten Konzern wieder an die Börse zu bringen.
Die US-Regierung sieht sich einem Zeitungsbericht zufolge nach Beratern für die Rückkehr des Autobauers General Motors an die Börse um. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, mehrere Investmentbanken hätten sich in den vergangenen Tagen mit Präsentationen um den Auftrag bemüht. Bis zu einem Börsengang der Opel-Mutter würden jedoch noch mindestens einige Monate vergehen.
Das Finanzministerium und GM wollten sich zu dem Bericht nicht äußern. GM-Chef Ed Whitacre hatte vergangenen Monat nach einem Treffen mit Finanzminister Timothy Geithner und der Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, gesagt, ein Börsengang in diesem oder im kommenden Jahr sei "eine echte Möglichkeit".
Alles läuft rund
Der einstmals größte Autobauer der Welt war vergangenes Jahr mit Staatsgeldern im Volumen von 50 Mrd. US-Dollar vor dem Aus gerettet worden. Im Gegenzug wurde das US-Finanzministerium mit fast 61 Prozent an GM beteiligt, Kanada und die kanadische Provinz Ontario mit knapp 12 Prozent. Vor der Insolvenz waren die Aktien von General Motors an der New Yorker Börse gehandelt worden.
Der größte US-Autohersteller legt am Montag seinen Bericht für das erste Quartal vor. Konzernmanager haben starke Zahlen und einen operativen Gewinn in Aussicht gestellt.