Mittwoch, 13. Januar 2010
Positiver Start ins Geschäftsjahr: Weihnachten hilft Douglas
Im Weihnachtsgeschäft sind Bücher, Kosmetik und Schmuck immer Verkaufsrenner. Kein Wunder, dass der Handelskonzern Douglas ein Umsatzplus erzielt hat. Die eigenen Ergebnisziele wurden auch erreicht. Nur der Ausblick bleibt eher pessimistisch.Der Handelskonzern Douglas ist trotz der Wirtschaftskrise und Schwächen in einigen Auslandsmärkten mit einem Umsatzplus ins neue Geschäftsjahr gestartet. Im Weihnachtsgeschäft von Oktober bis Dezember seien die Erlöse der Gruppe um 0,7 Prozent auf 1,13 Mrd. Euro gestiegen, sagte Douglas-Chef Henning Kreke. Jedoch gingen die Auslandsumsätze um 0,9 Prozent zurück. Das Plus konnte insgesamt nur dank neuer Filialen erreicht werden.
Im Geschäftsjahr 2008/2009 hat Douglas seine Umsatz- und Gewinnziele erreicht. Der Erlös kletterte den Angaben zufolge um 2,3 Proeznt auf 3,2 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Steuern lag bei 127,6 Mio. Euro. Das waren zwar rund 16 Prozent weniger als noch im Vorjahr, erwartet hatte Douglas selbst aber einen Wert von 120 Mio. bis 130 Mio. Euro.
Auslandsmärkte auf dem Prüfstand
Problemkinder waren dabei verschiedene Auslandsmärkte: "Mit voller Wucht" habe die Wirtschaftskrise Europas größte Parfümeriekette insbesondere in Spanien, Portugal, im Baltikum und in Ungarn getroffen, sagte Kreke. Douglas denkt daher über einen Rückzug aus verschiedenen Auslandsmärkten nach. "Es ist vorstellbar, dass wir uns aus einigen Märkten komplett zurückziehen, es gibt aber noch keine konkreten Beschlüsse", sagte der Douglas-Chef.
Schwieriges Umfeld 2010
Kreke, der in Anbetracht des schwierigen Umfelds von einem ordentlichen Start in das Geschäftsjahr 2009/2010 sprach, zeigte sich für das Gesamtjahr vorsichtig optimistisch. Zwar seien Vorhersagen über das Verbraucherverhalten derzeit ebenso schwer möglich wie konkrete Aussagen über das Ende der Wirtschaftskrise.
Aus heutiger Sicht gehe der Vorstand aber davon aus, eine Umsatzsteigerung von bis zu zwei Prozent und ein Ergebnis vor Steuern von 120 Mio. bis 130 Mio. Euro zu erreichen. Dies würde ebenfalls eine Steigerung im Vergleich zu dem 2008/2009 erreichten Vorsteuerergebnis von 104 Millionen Euro bedeuten, das Sonderkosten für Filialschließungen enthält.
Zum Konzern gehören die Ketten Douglas (Kosmetik), Thalia (Bücher), Christ (Schmuck), Hussel (Süßwaren) und Appelrath-Cüpper (Damenmode).
bad/dpa/rts
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