Holzindustrie rechnet mit AufschlagWeihnachtsbäume teurer
Die Preise für Weihnachtsbäume ziehen in diesem Jahr deutlich an. Ob die Aufschläge am Markt bis zu den Verbrauchern durchschlagen, liegt nun allein in der Hand der Händler.
Familienväter und andere Dekorationsbeauftragte müssen in in den kommenden Wochen möglicherweise mehr Geld für den Kauf eines Weihnachtsbaumes in die Hand nehmen als in den Vorjahren.
"Wir rechnen mit einem Aufschlag von zehn Prozent oder mehr", sagte eine Sprecherin des Hauptverbandes Holzindustrie. Grund dafür sei, dass in diesem Jahr weniger Anbaufläche mit Tannen und Fichten bepflanzt sei. Gartencenter oder Baumärkte würden die Preise aber vermutlich stabil halten, da sie die Bäume in großer Stückzahl günstiger bekommen.
Im freien Handel über Gärtnereien und Fortbesitzer dürfte sich das eingeschränkte Angebot allerdings schnell bemerkbar machen. Der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen, die Nordmanntanne, kostet nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft deutscher Waldbesitzerverbände je nach Qualität 15 bis 24 Euro pro Meter.
Im norddeutschen Raum sind die Nordmanntannen demnach günstiger als etwa in Baden-Württemberg. Für eine Blaufichte müssen Verbraucher den Angaben zufolge neun bis 15 Euro pro Meter ausgeben, für eine normale Fichte 6,50 Euro bis 8,50 Euro pro Meter.
Ein Großteil der Weihnachtsbäume in deutschen Wohnzimmern stammt nach Angaben des Hauptverbandes Holzindustrie aus Deutschland. Der Rest kommt aus Skandinavien, vor allem aus Dänemark.