Montag, 03. Mai 2010
Milliarden in die "Bad Bank": WestLB wirft Ballast ab
Die WestLB hat sich mit Bundeshilfe im großen Stil von riskanten Papieren und bilanziellem Ballast befreit. Die Auslagerung von Papieren im Gesamtvolumen von rund 77 Milliarden Euro in die erste "Bad Bank" Deutschlands ist nach einer monatelangen Vorbereitung perfekt.
Die Übertragung von Papieren sei in das Handelsregister eingetragen, sagte ein Sprecher des Amtsgerichtes Düsseldorf. Nachdem die WestLB ein erstes kleines Paket im Volumen von 6,2 Milliarden Euro bereits zum Jahreswechsel in die "Bad Bank" ausgelagert hatte, ging es nun um das Hauptpaket in der Größenordnung von 70 Milliarden Euro.
In dem Hauptpaket befinden sich unter anderem strukturierte Wertpapiere, Kredite und Anleihen. Die WestLB lagert auch den Großteil der von ihr gehaltenen griechischen Staatsanleihen aus, deren Gesamtvolumen auf etwa eine Milliarde Euro geschätzt wird. Die Zusammensetzung des Paketes wurde 2009 bestimmt und ist keine Reaktion auf die Entwicklung der vergangenen Tage.
Mit dem Vollzug der Auslagerung bleibt die WestLB-Kernbank. Sie ist nach Angaben des Vorstandes profitabel. Im Zuge der Auslagerung war der Bund mit einer stillen Einlage von drei Milliarden Euro in die Kernbank eingestiegen. Die WestLB muss 2011 nach EU-Auflagen mehrheitlich verkauft werden.
wne/dpa
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