Wirtschaft

Bundesbank bleibt optimistisch: Wirtschaft zieht weiter an

Die deutsche Wirtschaft bleibt nach Überzeugung der Bundesbank auf Wachstumskurs. Die kräftige Zunahme der Aufträge aus dem In- und Ausland in den ersten beiden Monaten sollte eine weitere Steigerung der industriellen Produktion nach sich ziehen, heißt es im Monatsbericht. Die Japan-Krise tut dem Wachstum keinen Abbruch.

Gute Aussichten.
Gute Aussichten.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Bundesbank sieht trotz Risiken wie der Japan-Krise kein Ende des Aufschwungs. "Die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft hat im ersten Vierteljahr 2011 neuen Schwung erhalten", schrieb sie in ihrem Monatsbericht. Vor allem die Bauwirtschaft, aber auch einige Dienstleistungsbereiche, profitierten dabei nach Einschätzung der Bundesbank von Nachhol- und Aufholeffekten.

Die Nachfrage nach Industriegütern habe sich im Februar den zweiten Monat in Folge deutlich erhöht und die bereits günstige Arbeitsmarktlage habe sich weiter verbessert, hob die Bundesbank hervor und fügte hinzu: "Die positive gesamtwirtschaftliche Grundtendenz sollte im zweiten Vierteljahr 2011 anhalten.

Keine Nachholeffekte mehr

Es dürften sich dann zwar keine nennenswerten Nachholeffekte mehr ergeben, aber die kräftige Zunahme der Aufträge sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland in den ersten beiden Monaten dieses Jahres sollte eine weitere Steigerung der industriellen Produktion nach sich ziehen."

Die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan habe die Geschäftserwartungen der Unternehmen bislang "lediglich in einem geringen Umfang" beeinflusst. "Wenn es gelingt, Störungen in den Lieferketten zu vermeiden beziehungsweise schnell zu beheben, bleiben die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft begrenzt, gab sich die Bundesbank zuversichtlich.

"Positive Grundtendenz"

Nach Prognose der 20 von Reuters befragten Analysten hat sich das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von Januar bis März auf 0,8 Prozent verdoppelt. Auch im laufenden zweiten Quartal dürfte das Wachstum mit 0,5 Prozent höher ausfallen als am Jahresende 2010 mit 0,4 Prozent. Der strenge Winter hatte im Dezember die Baubranche und einige Dienstleistungsbereiche ausgebremst. Nach- und Aufholeffekte dürften das Wachstum zu Jahresbeginn umso stärker angetrieben haben, schrieb die Bundesbank. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht seine erste Schätzung zum abgelaufenen Quartal am 13. Mai.

Auch die Bundesregierung rechnet mit einem anhaltenden Boom. Für dieses Jahr rechnet sie mit einem Wachstum von 2,6 und für 2012 von 1,8 Prozent. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und viele Banken-Volkswirte sind sogar noch optimistischer.

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Quelle: n-tv.de

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