Donnerstag, 10. Februar 2011
IWF-Plan: Yuan soll in Währungskorb
Der Internationale Währungsfonds (IWF) will dem chinesischen Yuan eine stärkere Rolle in einem künftigen Weltwährungssystem einräumen. In einer Rede in Washington schlug IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn vor, die chinesische Währung künftig in den Währungskorb einzubeziehen, aus dem der Fonds seine Sonderziehungsrechte (SZR), eine internationale Reservewährung, speist.
Bislang sind dort nur der US-Dollar, der Euro, das britische Pfund und der japanische Yen vertreten. "Die Einbeziehung von Währungen aus Schwellenländern - wie dem Yuan - könnte deren Internationalisierung befördern und dem Währungssystem als Ganzem dienen", sagte Strauss-Kahn.
Die Sonderziehungsrechte des IWF wurden 1969 als internationale Reservewährung neben Gold und US-Dollar geschaffen, haben im globalen Währungssystem aber nie eine größere Rolle gespielt. Der IWF wolle nun die Stellung der Sonderziehungsrechte stärken, "um zu einem stabileren internationalen Währungssystem beizutragen", sagte Strauss-Kahn. Dadurch solle die Schwankungsanfälligkeit der Weltwährungen verringert werden.
Der Kurs der SZR in Bezug zu den Leitwährungen wird täglich neu ermittelt, allerdings werden sie nicht im Devisenhandel gehandelt. Sie dienen lediglich als Reservewährung und sollen einen stabilisierenden Effekt haben.
AFP
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