Wirtschaft
Trendsportart Bossaball: Dabei nutzen die Spieler eine Art Hüpfburg um den Ball über ein Volleyballnetz zu bringen
Trendsportart Bossaball: Dabei nutzen die Spieler eine Art Hüpfburg um den Ball über ein Volleyballnetz zu bringen(Foto: picture alliance / dpa)

Vertrauen in die Wirtschaft wächst: ZEW steigt kräftig

Mit der abnehmenden Unsicherheit über die Zukunft der Eurozone wächst auch das Vertrauen in die deutsche Wirtschaft. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturentwicklung klettert deutlich. Die Mehrzahl der Befragten ist demnach optimistisch, dass es in den kommenden sechs Monaten vorangeht.

Finanzprofis trauen der deutschen Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte eine deutliche Erholung zu. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturentwicklung in den kommenden sechs Monaten kletterte im Januar um 24,6 auf 31,5 Punkte. Das ist der beste Wert seit Mai 2010, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung zu seiner Umfrage unter 272 Analysten und Anlegern mit. Ökonomen hatten lediglich eine Verbesserung auf 12,0 Punkte erwartet.

Der Optimismus der Finanzexperten sei gestiegen, weil sich die Unsicherheit über die Zukunft der Eurozone verringert habe, erklärte das ZEW-Institut. "Die Experten verbinden mit der verbesserten Stimmung an den Finanzmärkten offenbar die Hoffnung, dass die Unternehmen  zurückgestellte Investitionen nunmehr doch durchführen", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. "Allerdings wird die konjunkturelle Ausgangslage bei wichtigen Handelspartnern nach wie vor zurecht schwach eingeschätzt." Dies lasse erwarten, dass die deutsche Wirtschaft 2013 "weiterhin moderat wachsen wird".

Die Lage bewerteten die Experten ebenfalls besser als im Vormonat: Dieses Barometer stieg um 1,4 auf 7,1 Punkte. Ökonomen hatten 6,0 Zähler vorausgesagt. 

Die Bundesbank sieht die Wirtschaft bereits auf dem Weg der Besserung und erwartet, dass die konjunkturelle Schwäche rasch überwunden sein wird. Ende 2012 war das Bruttoinlandsprodukt um rund 0,5 Prozent geschrumpft. Für das Gesamtjahr 2013 erwarten die Notenbanker nur ein Plus von 0,4 Prozent, nach 0,7 Prozent 2012.

Ende 2012 hatte der ZEW-Index nach mehrmonatiger Abstinenz die Rückkehr in den positiven Bereich vollzogen, was bedeutet, dass die Optimisten gegenüber den Pessimisten in der Überzahl sind.

Seit die EZB bereitsteht, im Notfall unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenstaaten zu kaufen, entspannt sich die Lage an den Märkten allgemein. "Die entscheidende Frage ist, ob auch die Akteure in den Unternehmen den gleichen Optimismus wie die Finanzmarktanalysten teilen", sagt Stefan Mütze von der Helaba. Sollte der Ifo-Geschäftsklimaindex am Freitag steigen, wäre es das dritte Mal in Folge. Das wäre ein starkes Indiz für eine Trendwende zum Besseren. wäre es das dritte Mal in Folge. Das wäre ein starkes Indiz für eine Trendwende zum Besseren.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone stiegen im Januar um 23,6 Punkte auf plus 31,2 Zähler, der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum erhöhte sich um 4,6 Zähler auf minus 75,3 Punkte.

Quelle: n-tv.de

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