WeinRendite mit Genuss
Experten raten Anlegern daher, nicht mehr als fünf Prozent ihres Vermögens in Wein zu investieren. Gerade Anfänger sollten sich an professionelle Händler wenden.
Der Schwede Jan-Eric Paulson ist professioneller Weinhändler. Er kauft trinkreife Weine, die sind zwischen zehn und 15 Jahre alt. Paulson lagert sie und verkauft die Weine Jahre später mit Gewinn weiter. Doch nur sehr wenige Weine haben das Zeug zur Rendite, wichtig sind dabei zwei Faktoren: Herkunft und Jahrgang.
Neue Käuferschichten in Osteuropa und Asien sorgen zur Zeit für eine erhöhte Nachfrage und das bei gleichbleibendem Angebot an Top-Bordeaux-Weinen. Das treibt die Preise in die Höhe, zur Freude derer, die in Wein investiert sind.
Christian Hefti von der UBS: "Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit einzelne Flaschen oder Kisten zu kaufen beim Weinhändler oder beim Weinclub ihres Vertrauens. Sie haben aber auch die Möglichkeit in Weinfonds zu investieren oder aber wenn sie genügend Geld haben, können sie sich auch ein Weingut kaufen. Darüber hinaus gibt es auch einige wenige Unternehmen, die an der Börse notiert sind."
Paulson kauft und verkauft Weine für sich und seine Kunden. Für Käufer, die breiter anlegen wollen, hat er zwei Weinfonds aufgelegt. Um die versprochene Rendite von 12,5 Prozent im Jahr zu erreichen, sucht er die Weine für seine Fonds ganz genau aus:
„Ich versuche Weine zu kaufen, wo ich weiß, dass ich die auch gut verkaufen kann. Ich versuche, das auch breit zu streuen, das heißt lieber viele verschiedene Positionen in kleinen Mengen, weil es einfacher ist, eine Kiste von 20 verschiedenen Weinen zu verkaufen als 20 Kisten von ein und dem gleichen.
Die HypoVereinsbank hat mit ihren Blue Capital Weinfonds hingegen große Bestände ganzer Jahrgänge an jungen Bordeuax-Weinen gekauft, zwischen 50 und 100 Prozent Rendite prognostiziert. Problem: Die Weine waren hochwertig, aber zu jung für eine positive Wertentwicklung. Ottmar Schlüter vom Hamburger Fondsinitiator Blue Capital:
„ Die Fonds werden nach vier bzw. sieben Jahren aufgelöst, das hängt davon ab, über welchen Fonds wir hier reden. Aktuell befindet sich nur ein einziger Fonds in der Auflösung, bei dem wir begonnen haben, Weine zu veräußern. Im Moment sieht es dort so aus, dass die Kunden damit rechnen können, dass sie in etwa ihr investiertes Kapital wieder rauszubekommen
Experten raten Anlegern daher, nicht mehr als fünf Prozent ihres Vermögens in Wein zu investieren. Gerade Anfänger sollten sich an professionelle Händler wenden.