Contracts for DifferenceHandelsstrategien mit CFDs II

Mit Contracts for Difference lassen sich auch ausgefeilte Handelsstrategien umsetzen.
Der zeitliche Aktionsrahmen in dem sich das Day Trading bewegt, liegt über demjenigen des sehr kurzfristig orientierten Scalpings. Auch diese Handelsstrategie lässt sich aufgrund des Hebeleffekts, der Transparenz und der relativ geringen Transaktionskosten gut mittels CFDs umsetzen.
Scalping
Der Ansatz des Scalpings besteht in der Gewinn bringenden Ausnutzung minimaler Kursbewegungen durch eine Vielzahl von Wertpapiertransaktionen. Dabei gehen Scalper große Long- oder Shortpositionen ein, die jeweils nur über eine sehr kurze Zeitspanne gehalten werden. Da die Haltedauer in der Regel nur wenige Sekunden bis zu einigen Minuten beträgt, verlangt das Scalping viel Tradingerfahrung und den Einsatz geeigneter Hard- und Software. Durch die hohe Handelsfrequenz trägt das Scalping in bedeutendem Umfang zur Liquidität der Märkte bei.
Beispiel zum Scalping mit CFDs
Ein Scalper sieht am heutigen Tag ein hohes Gewinnpotential bei den Aktien der ThyssenKrupp AG und der Deutschen Lufthansa AG. Seine Market-Order zum Aufbau einer Longposition von 10.000 CFDs auf die ThyssenKrupp-Aktie wird um 09:13 Uhr und 12 Sekunden zum Briefkurs von 21,58 Euro ausgeführt. Die Aktie der ThyssenKrupp AG steigt unverzüglich um einige Ticks und der Scalper erteilt eine Market-Order, um die Position glattzustellen. Die Order zum Verkauf der 10.000 CFDs wird um 09:13 Uhr und 16 Sekunden zum Geldkurs von 21,60 Euro ausgeführt.
Nur wenige Minuten später gibt der Kurs der ThyssenKrupp-Aktie leicht nach und der Scalper entschließt sich, erneut eine Longposition über 10.000 CFDs aufzubauen. Er erteilt wieder eine Market-Order, die um 09:17 Uhr und 57 Sekunden zum Briefkurs von 21,59 Euro ausgeführt wird. Die Aktie der ThyssenKrupp AG steigt um mehrere Ticks und der Scalper beschließt seine bereits erreichten Buchgewinne mit einer Stop-Order bei 21,65 Euro abzusichern und sich von nun an auf die Kursentwicklung der Deutsche Lufthansa-Aktie zu konzentrieren. Um 09:21 Uhr und 24 Sekunden wird der Stop-Kurs erreicht und die erteilte Order zu 21,62 Euro ausgeführt.
Bei einer unterstellten Margin für Intraday-Transaktionen von 10,00 Prozent und Transaktionskosten von 0,05 Prozent stellt sich der Profit & Loss Account des Scalpers wie folgt dar:
Transaktionskosten:
Eröffnung der Longposition 1: 10.000 CFDs x 21,58 Euro x 0,05 Prozent = 107,90 Euro
Positionsglattstellung 1: 10.000 CFDs x 21,60 Euro x 0,05 Prozent = 108,00 Euro
Eröffnung der Longposition 2: 10.000 CFDs x 21,59 Euro x 0,05 Prozent = 107,95 Euro
Positionsglattstellung 2: 10.000 CFDs x 21,62 Euro x 0,05 Prozent = 108,10 Euro
Transaktionskosten gesamt: 107,90 Euro + 108,00 Euro + 107,95 Euro + 108,10 Euro = 431,95 Euro
Bruttogewinn:
Transaktion 1: (21,60 Euro – 21,58 Euro) x 10.000 CFDs = 200,00 Euro
Transaktion 2: (21,62 Euro – 21,59 Euro) x 10.000 CFDs = 300,00 Euro
Bruttogewinn gesamt: 200,00 Euro + 300,00 Euro = 500,00 Euro
Nettogewinn: 500,00 Euro – 431,95 Euro = 68,05 Euro
Eigenkapitalrendite: 0,1576 Prozent [68,05 Euro / (10.000 CFDs x 21,58 Euro x 10,00 Prozent Margin + 10.000 CFDs x 21,59 Euro x 10,00 Prozent Margin) x 100]