Wirtschaft

Beeindruckende Jahresleistung: Dax ganz entspannt

In einem nachrichtenarmen Umfeld verändern sich die Kurse am Frankfurter Aktienmarkt kaum. Eine Ausnahme sind die Porsche-Aktien, die kräftig zulegen.

Das Motto des Tages? Ausruhen.
Das Motto des Tages? Ausruhen.(Foto: REUTERS)

Am verkürzten letzten Handelstag des Jahres hat der Frankfurter Aktienmarkt leichte Verluste verzeichnet. Gehandelt wurde nur bis 14 Uhr. Nach dem misslungenen Ausbruchsversuch des Dax über 7700 Punkte am Vortag schloss der Leitindex 0,5 Prozent im Minus bei 7612 Zählern. Die Jahresbilanz ist allerdings beeindruckend: Der Dax gewann knapp 30 Prozent und kletterte dabei alleine seit Mitte November ohne größere Atempause um gut 10 Prozent.

Der MDax verlor 0,5 Prozent auf 11.914 Punkte, während der TecDax 0,2 Prozent auf 828 Punkte abgab. Europaweit traten die Börsen auf der Stelle, für größere Bewegungen fehlten die Impulse.

Nach unten abgesichert wurden die Kurse von soliden Vorgaben aus Asien. Dort stieg der Nikkei-Index im Fahrwasser eines immer schwächeren Yen auf den höchsten Stand seit März 2011. Auch in China, Südkorea und Sydney legten die Aktienbörsen zu.

Wegen des verkürzten Handels und weil die Mehrzahl der Marktakteure nicht anwesend ist, verlief das Börsengeschäft wie schon am Donnerstag äußerst schleppend. "Die dünnen Umsätze erhöhen natürlich wie immer die Gefahr stärkerer Kursbewegungen schon bei kleinen Orders", sagte ein Händler. Kursbewegende Impulse für Aktien fehlten fast gänzlich.

Eine der Ausnahmen waren Porsche. Die in keinem großen Index gelisteten Aktien gewannen mehr als 6 Prozent, nachdem ein New Yorker Berufungsgericht eine milliardenschwere Schadenersatzklage von 26 Hedgefonds abgewiesen hatte. Die Aktien von Volkswagen, zu denen Porsche gehörte, gaben um 0,2 Prozent ab.

Die Kläger werfen dem Unternehmen Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung im Zusammenhang mit den Transaktionen mit Volkswagen-Aktien im Jahr 2008 vor. Die Abweisung der Klage ist laut DZ-Bank-Analyst Michael Punzet für Porsche ein Teilerfolg. Allerdings gehe es in der Entscheidung nur um die Zuständigkeit der Behörden, nicht um den Inhalt der Klage.

Fraport stiegen im MDax um 0,2 Prozent. Das Unternehmen ist im Bieterkampf um den portugiesischen Flughafenbetreiber ANA nicht zum Zuge gekommen. Ein Analyst wertete das als gute Nachricht, denn der Kaufpreis sei zu hoch. Stattdessen geht ANA an den französischen Baukonzern Vinci.

Auf der Verliererseite im Dax stehen ThyssenKrupp und Eon, die jeweils gut ein Prozent nachgeben. Eon gehören mit einem Abschlag von mehr als 15 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten zu den schwächsten Werten im Dax, Thyssen kommt mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent nur auf ein knappes Plus. Das sei ein üblicher Handelsverlauf zu Jahresende, sagt ein Börsianer. Titel, die gut gelaufen seien, würden nachgekauft - weniger beliebte Titel abgestoßen.

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Quelle: n-tv.de

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