Wirtschaft
(Foto: imago/UPI Photo)

Konjunkturdaten im Blick: Dow zieht sich zurück

An der Wall Street schließen die Indizes schwächer. Für Gesprächsstoff sorgen Zahlen vom Häusermarkt. Außerdem ziehen Tesla die Aufmerksamkeit auf sich. Daneben richten sich die Blicke auf die jüngsten Fed-Protokolle.

Die US-Börsen haben im Minus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,5 Prozent auf 16.040 Stellen nach. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,7 Prozent auf 1828 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 4237 Punkte.

Nachdem die Indizes lange Zeit wenig verändert tendierten, ging es zum Handelsschluss bergab. Grund waren die Sitzungsprotokolle der US-Notenbank Fed vom Januar, die nahelegten, dass die Fed ihre konjunkturstützenden Maßnahmen weiter kappen wird, falls es nicht zu einer unerwarteten Schwäche der US-Wirtschaft kommt. Zudem sorgten neue Daten vom US-Immobilienmarkt für Verunsicherung. Wegen des harten Winters verzögerte sich im Januar der Baubeginn vieler Eigenheime. Es war der stärkste Rückgang seit drei Jahren.

Die Fed will den Protokollen zufolge trotz des schwachen Starts der US-Konjunktur in das Jahr 2014 die Geldflut konsequent weiter eindämmen. Einige Notenbanker dringen bereits auf einen Automatismus beim Abbau der Konjunkturspritzen. Sie schlugen vor, die Anleihenkäufe pro Zinssitzung jeweils um zehn Milliarden Dollar zu reduzieren, falls die Wirtschaft weiter auf Erholungskurs bleibt. Die Maßnahmen der Fed hatten in den vergangenen Jahren auch die Aktienmärkte gestützt.

Zinsdiskussion in der Notenbank?

Darüber hinaus beginnt innerhalb der Fed offenbar eine Zinserhöhungsdiskussion. Eine kleine Zahl von Fed-Mitgliedern hatte dahingehend argumentiert, dass eine Erhöhung möglicherweise früher als geplant notwendig sein könnte. Allerdings wollten einige Marktteilnehmer die Zinsdiskussion innerhalb der Fed nicht überbewerten. So vertrat Analyst Tom di Galoma von ED&F Man Capital Markets die Auffassung, dass es sich dabei "um die Gedanken einer Minderheit innerhalb der Notenbank handelt und es zu keiner Erhöhung kommen wird, solange die US-Konjunktur noch auf Unterstützung angewiesen ist".

Es gab für den Markt darüber hinaus aber auch eine ganze Reihe von weiteren Belastungsfaktoren. So hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die Sorge geäußert, dass das globale Wirtschaftswachstum weiter schwach bleiben könnte. In der niedrigen Inflation der Eurozone sieht der IWF eine "neue Gefahr" für die globalen Wachstumsaussichten. Dazu komme die deutlich erhöhte Volatilität in den Schwellenländern.

Zahlen machen Kurse

Bei den Einzelwerten standen Tesla im Mittelpunkt. Die Papiere des Autobauers hatten am Vortag mit 206 Dollar ein Rekordhoch markiert. Nun gab der Kurs um 4,9 Prozent nach. Der Konzern legt nach Börsenschluss Quartalszahlen vor.

Zu den Gewinnern gehörten die Aktien des Navigationsgeräte-Herstellers Garmin mit einem Plus von 9,6 Prozent. Der Quartalsgewinn stieg dank höherer Nachfrage nach Produkten wie Fitnessarmbändern und GPS-Geräten unerwartet deutlich.

Gesucht waren zur Wochenmitte die Papiere von sozialen Netzwerken. Die Aktie von Facebook markierte im Verlauf bei 69,08 Dollar ein neues Allzeithoch und schloss mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 68,05 Dollar. In den vergangenen drei Monaten steht für die Aktie ein Plus von gut 50 Prozent zu Buche. Auch für die Papiere von LinkedIn ging es um 2,3 Prozent nach oben.

Daneben standen vorrangig Nebenwerte im Fokus. Unter anderem hat Herbalife Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorgelegt. Der Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen des Marktes; die Aktie gab dennoch um vier Prozent nach. Nach Börsenschluss legte der Elektrofahrzeughersteller Tesla Motor Quartalszahlen vor. Die Aktie verlor im Vorfeld 4,9 Prozent.

Ein Kursfeuerwerk erlebte dagegen die Aktie von Zale, die um 40,3 Prozent nach oben schoss. Der Schmuckhändler hat der Übernahme durch den größeren Wettbewerber Signet Juweliers für 690 Millionen Dollar zugestimmt. Die Signet-Aktie verteuerten sich mit plus 18,1 Prozent ebenfalls zweistellig.

Quelle: n-tv.de

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