Wirtschaft
(Foto: dpa)

Dollar zu stark: Euro unter 1,25

Erstmals seit mehr als zwei Jahren unterschreitet der Euro zeitweise die Schwelle von 1,25 Dollar. "Die Schwäche des Euro ist eher die Geschichte eines starken Dollar", sagt ein Händler.

Der Euro hat einen harten Tag. Am Nachmittag war ein Euro zeitweise nur 1,2486 Dollar wert, so wenig wie zuletzt im August 2012. "Es gibt momentan keinen Grund, den Euro zu kaufen", fasst eine Devisenexpertin die aktuelle Euro-Schwäche zusammen. "Die US-Notenbank ist wesentlich 'hawkischer', als viele Marktteilnehmer erwartet hatten", ergänzt die Expertin.

Mit den Äußerungen von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen am Mittwochabend setzte die Talfahrt des Euro ein, vor den Aussagen notierte der Euro noch bei 1,2740 Dollar.

Die US-Notenbank hatte am Mittwoch angekündigt, sie werde ihr Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen Ende des Monats auslaufen lassen. Sie hatte angesichts einer Erholung am Arbeitsmarkt im vergangenen Dezember mit dem Ausstieg aus dem Programm begonnen. Sie will nach eigenen Worten den Leitzins für "beträchtliche Zeit" auf dem derzeitigen Rekordtief von null bis 0,25 Prozent belassen - die Märkte rechnen mit einem Zinsanstieg Mitte 2015.

In der Eurozone bestätigt sich dagegen, dass die Inflation möglicherweise noch nicht den Boden gefunden hat. Zwar ist die Inflationsrate am Vormittag leicht auf 0,4 Prozent gestiegen. Allerdings ist die Kernteuerung, die die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak nicht berücksichtigt, überraschend auf 0,7 nach 0,8 Prozent im Vormonat gefallen. "Damit erhöht sich der Druck auf die EZB, zu handeln", so die Expertin.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen