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Saudi-Arabien senkt Ölpreise: Goldpreis gerät unter Druck

Die überraschende Zinssenkung der Europäischen Zentralbank schlägt sich auch an den Rohstoffmärkten nieder. Vor allem der Goldpreis wird in Mitleidenschaft gezogen, profitiert aber etwas von den schwachen US-Jobdaten. Beim Öl sieht es etwas anders aus.

An den Rohstoffmärkten halten sich die Ausschläge kurz vor dem Wochenende in Grenzen. Die Ölpreise bewegen sich am Freitag kaum und zeigen sich zudem ohne klare Tendenz. Während europäisches Referenzöl der Sorte Brent leicht anzieht, verbilligt sich US-Leichtöl der Sorte WTI moderat.

Saudi-Arabien hat den Verkaufspreis für Öl zur Lieferung im Oktober gesenkt. Das Land reagiere damit auf den zuletzt deutlich gefallenen Brentpreis, heißt es im Handel.

Der Goldpreis geriet am Donnerstag mit der EZB-Entscheidung zunächst unter Druck, was Händler mit der Dollar-Rally erklärten. Das Edelmetall war dann im Tagesverlauf einer der Gewinner der US-Arbeitsmarktdaten. Der Jobmarkt in der größten Volkswirtschaft der Welt erholte sich im August deutlich langsamer als erwartet. Das nährt die Hoffnung, dass die US-Notenbank ihre radikale Niedrigzinspolitik so schnell nicht beenden wird.

Die Feinunze kostet 1.269 Dollar und damit 2,50 Dollar mehr als am Donnerstag zum Settlement. Am Donnerstag hatten die Preise für Gold und Öl wegen des starken Dollar kräftig nachgegeben. Beide Rohstoffe werden in Dollar bezahlt und bei einer Aufwertung des Greenback für Käufer aus anderen Währungsgebieten teurer.

Quelle: n-tv.de

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