Wirtschaft
Konjunkturdaten lassen den Dollar alt aussehen.
Konjunkturdaten lassen den Dollar alt aussehen.(Foto: REUTERS)

Türkische Lira und Dollar im Fokus: Euro kriegt 1,37 nur kurz zu fassen

Der Euro nimmt Anlauf auf die 1,37, schaut kurz drüber -immerhin ein Dreiwochenhoch - und macht dann wieder kehrt. Aber auch der Dollar gerät unter Druck. Profiteur ist der Yen. Am schlimmsten trifft es aber die Währungen einzelner Schwellenländer.

Der Euro hat am Freitag im Verlauf des Handels zugelegt. Am Abend wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3682 Dollar gehandelt, nachdem der Kurs zuvor in der Spitze 1,3733 Dollar erreicht hatte. Das ist der höchste Stand seit Anfang des Jahres. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3687 Dollar nach 1,3639 Dollar am Donenrstag festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,7306 (0,7332) Euro.

Die Währungen großer Schwellenländer wie Indien, Südafrika und der Türkei standen zum Wochenschluss unter starkem Druck. Auch der russische Rubel, der mexikanische Peso und der brasilianische Real werteten deutlich ab. Am Markt herrsche derzeit eine starke Abneigung der Investoren gegenüber Anlagen in Schwellenländern, sagten Händler. Dagegen wurden Währungen großer Industriestaaten zum Wochenschluss gesucht.

Als Auslöser der Verunsicherung gelten Wachstumssorgen, politische Unwägbarkeiten und die Furcht vor einer weiteren Drosselung des Billiggelds durch die US-Notenbank Fed.

Das Fass zum Überlaufen brachten laut Händlern jedoch die jüngsten Turbulenzen in Argentinien und der Türkei. Zum Wochenschluss fiel die türkische Lira auf ein Rekordtief.

Yen zieht an, Dollar verliert

Nach Einschätzung aus dem Handel mahnt der Fall des Dollar unter die Marke von 103 Yen zur Vorsicht. "Das könnte das Risk-off-Sentiment an den Börsen noch unterstreichen", sagt ein Teilnehmer. Der Dollar könnte in einem ersten Schritt weiter bis auf 102,50 abwerten. Das Dollar/Yen-Paar wird von den Anlegern als wichtiges Risikobarometer geschätzt. Der Yen gewinnt vor allem in unsicheren Zeiten als Fluchtwährung an Attraktivität.

Die Signifikanz einer Erholung der japanischen Währung wird noch dadurch unterstrichen, dass die Geldpolitik der japanischen Notenbank stark verwässernd auf den Yen wirkt. Aktuell geht der Dollar mit 102,60 Yen um, verglichen mit Tageshochs von rund 104,80 am Vortag.

Quelle: n-tv.de

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