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Die EZB, dein Freund und Helfer?: Euro steigt aus Achterbahnfahrt aus

Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank bringt den Euro zunächst ins Schleudern. Doch die Gemeinschaftswährung fängt sich wieder - auf einem Niveau jenseits von 1,36.

Nach der durch die Europäische Zentralbank (EZB) ausgelöste Berg- und Talfahrt hat sich der Euro wieder stabilisiert. Am späten Nachmittag, nach Eröffnung der US-Börsen, kostet die Gemeinschaftswährung 1,3635 Dollar. Damit bleibt die Gemeinschaftswährung zwar deutlich unter dem Referenzkurs der EZB von 1,3567 Dollar. Nach der EZB-Leitzinssenkung hatte sie sogar kurzzeitig unter der Marke von 1,36 Dollar notiert.

Nach Einschätzung von Analysten dürfte vor allem die Tatsache, dass die EZB kein Wertpapier-Ankaufprogramm (QE) angekündigt hat, die Talfahrt des Euro gestoppt haben. "Dass die EZB sich zu QE eher bedeckt hielt, die Wahrscheinlichkeit dafür also nicht gestiegen ist, unterstützt den Euro", schreibt Commerzbank-Experte Lutz Karpowitz in einem Kommentar.

"Buy the rumours, sell the facts

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Auch technische Faktoren spielen eine Rolle: "Buy the rumours, sell the facts" hat nach Einschätzung der Credit Agricole eine Rolle gespielt, nachdem die Einheitswährung im Vorfeld der EZB-Sitzung mehr als 4 Cents gegen den Dollar verloren habe.

Die Notenbank hat ihren Leitzins auf ein Rekordtief von 0,15 Prozent gesenkt und den Zins für Bankeinlagen, der seit dem Höhepunkt der Staatsschuldenkrise im Juli 2012 bei 0,0 Prozent lag, auf minus 0,10 Prozent zurückgenommen. Darüber hinaus waren sich alle Währungshüter im EZB-Rat einig, den Geschäftsbanken im Euroraum billige Kredite im Volumen von bis zu 400 Milliarden Euro über vier Jahre zu verabreichen.

Die Entscheidung war allgemein in weiten Teilen genau so erwartet worden. Allerdings hatten sich zuletzt gerade bei den Banken und Versicherern die kritischen Stimmen gemehrt.

Quelle: n-tv.de

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