Wirtschaft
Die Krise in der Ukraine bleibt das bestimmende Thema an den Rohstoffmärkten.
Die Krise in der Ukraine bleibt das bestimmende Thema an den Rohstoffmärkten.(Foto: picture alliance / dpa)

Von Libyen bis Ukraine: Ölpreis-Anstieg bekommt neue Nahrung

Die Gemengelage an den Rohstoffmärkten ist eindeutig: Unsichere Lage in der Ukraine, Lieferausfälle in Libyen, Rückgang der US-Rohöllagerbestände. Das Ergebnis ist klar.

Der überraschende Rückgang der US-Lagerbestände, libysche Exportausfälle sowie die weiterhin unsichere Lage in der Ukraine haben den Preis für Rohöl am Mittwoch erneut in die Höhe getrieben. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 109,90 Dollar. Ein Barrel US-Öl WTI kostete mit 103,30 Dollar rund 1,0 Prozent mehr als am Dienstag.

Der vom American Petroleum Institute veröffentlichte Rückgang der Ölreserven um 10,3 Millionen Barrel sei wahrscheinlich ein Ausrutscher, sagte Ölhändler Tony Machacek vom Brokerhaus Jefferies Bache. "Ich bezweifle, dass er längerfristig Einfluss auf den Markt haben wird."

Unterdessen gingen in Libyen die Kämpfe weiter. Dort ringen Milizen seit Monaten um die Macht. Am Sonntag hatten bewaffnete Anhänger des abtrünnigen Ex-Generals Chalifa Kassim Haftar das libysche Parlament angegriffen. Aktuell exportiert das Opec-Mitglied 210.000 Barrel Rohöl täglich. Vor dem Sturz des damaligen Machthabers Muammar Gaddafi 2011 waren es 1,6 Millionen Barrel pro Tag.

Der Goldpreis kann ebenfalls leicht zulegen. Die Feinunze notiert bei 1293,60 Dollar und damit 0,2 Prozent fester. Hier werde vor allem auf die Aussagen von Fed-Präsidentin Yellen und das Protokoll der US-Notenbank gewartet, heißt es von einem Teilnehmer.

Quelle: n-tv.de

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