Wirtschaft
Händler harren der Dinge.
Händler harren der Dinge.(Foto: REUTERS)

Anleger machen Kasse: Wall Street verliert zum Jahresauftakt

Nach einem Börsenjahr der Extraklasse versilbern Anleger zum Jahreanfang ihre Kursgewinne. Viele fragen sich auch, wie lange die Rekordjagd überhaupt noch andauern kann. Viele Investoren atmen erst einmal durch

Zum Beginn des Börsenjahres 2014 haben Gewinnmitnahmen der Rekordjagd an den internationalen Aktienmärkten ein vorläufiges Ende bereitet. Wie die Handelsplätze in Europa notierten auch die US-Börsen am Donnerstag im Minus. Gegen den allgemeinen Trend verbuchte die Fiat-Aktie einen der größten Tagesgewinne ihrer Geschichte. Investoren werteten die Komplett-Übernahme des US-Autobauers Chrysler als vorteilhaft für den italienischen Konzern.

An der Wall Street schloss der Dow-Jones-Index 0,8 Prozent tiefer bei 16.441 Punkten. 2013 hatte er mit 26,5 Prozent so kräftig zugelegt wie seit 1995 nicht. Der S&P 500 verlor 0,9 Prozent auf 1831 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,8 Prozent schwächer mit 4143 Zählern.

In den USA hätten viele Aktienverkäufe steuerliche Gründe, sagte Jack Ablin von der Privatbank BMO. "Viele Investoren werden auch erst einmal tief durchatmen." Dennoch sah Aktienstratege Peter Gamry von der Saxo Bank vorerst keine Anzeichen für eine Trendwende. "Der Januar ist normalerweise ein starker Börsenmonat."

Bei den Einzelwerten in den USA gaben vor allem Apple-Aktien nach. Der Anteilschein des iPad- und iPod-Herstellers verlor 0,3 Prozent. Analysten der Bank Wells Fargo hatten das Unternehmen heruntergestuft.

Bei den Unternehmen in Europa sorgte Fiat mit einem Kursplus von bis zu 16,5 Prozent für Furore. Mit 6,93 Euro waren die Aktien zudem zeitweise so teuer wie zuletzt im August 2011. Der italienische Autobauer übernimmt für 4,35 Milliarden Dollar die restlichen 41,5 Prozent des hochprofitablen US-Herstellers Chrysler.

Eine Reihe von Konjunkturdaten deutete auf eine weitere Erholung der US-Volkswirtschaft hin. So stellten in der vergangenen Woche wieder weniger Menschen einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Dies gilt als weiteres Signal dafür, dass sich die Lage am Jobmarkt stetig verbessert. Auch deshalb hatte die US-Notenbank im Dezember angekündigt, ab Januar ihre milliardenschweren Konjunkturhilfen zu drosseln. In der Baubranche kletterten zudem die Ausgaben im November auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren.

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Quelle: n-tv.de

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