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Schlappe für ApothekerDocMorris behält Filiale

09.08.2006, 10:12 Uhr

Der Internet-Arzneihändler darf seine deutsche Apotheke weiter betreiben. Das Landgericht Saarbrücken wies den Antrag auf Schließung als unbegründet zurück. Apothekerverbände befürchten, dass internationale Konzerne die typischen, deutschen Apotheken verdrängen könnten.

Der niederländische Internet-Arzneihändler DocMorris darf seine erste deutsche Filiale weiter betreiben. Das entschied das Landgericht Saarbrücken am Mittwoch in einem Eilverfahren. Es wies den Antrag einer Saarbrücker Apothekerin auf sofortige Schließung der DocMorris-Filiale in der saarländischen Landeshauptstadt als unbegründet zurück.

Apothekerverbände hatten die Befürchtung geäußert, dass internationale Konzerne die typischen, deutschen Apotheken verdrängen könnten, die von Pharmazeuten als Inhaber geführt werden. Mit dem Kauf der Apotheke verstößt DocMorris nach Ansicht der Apothekenverbände gegen das deutsche Fremdbesitzverbot. DocMorris berief sich dagegen auf die Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU. Weitere Klagen sind beim Verwaltungsgericht des Saarlandes anhängig.

In der Kritik steht vor allem der saarländische Gesundheitsminister Josef Hecken (CDU). Er hatte die Erlaubnis für die DocMorris-Filiale erteilt.