Todkranke US-AutoriesenFusioniert GM mit Chrysler?
Der angeschlagene US-Autobauer General Motors führt wohl Vorgespräche über einen möglichen Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Chrysler. Nach einem Zeitungsbericht gibt es seit mehr als einem Monat Gespräche zwischen GM und dem Chrysler-Besitzer Cerberus. Die Chancen auf eine Fusion stünden 50 zu 50.
Der angeschlagene US-Autobauer General Motors führt wohl Vorgespräche über einen möglichen Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Chrysler. Nach Angaben der "New York Times" begannen die Gespräche zwischen GM und der Chrysler-Besitzerin Cerberus Capital Management bereits vor mehr als einem Monat.
Die Chancen, dass es zu einer Fusion komme, beziffert die Zeitung unter Berufung auf zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen auf 50 zu 50. Es werde noch Wochen dauern, um die Gespräche abzuschließen. Das "Wall Street Journal" berichtete unterdessen, die Fusionsgespräche seien wegen der Marktturbulenzen ausgesetzt worden.
GM hatte zuvor erklärt, das Unternehmen lehne Antrag auf Gläubigerschutz als Weg aus der schwersten wirtschaftlichen Krise seit Jahrzehnten ab. Die GM-Aktie war am Donnerstag im Zuge des Einbruchs der US-Börsen mit einem Verlust von 31 Prozent auf den tiefsten Wert seit fast 60 Jahren abgestürzt.
Ford will Mazda-Anteil loswerden
Unterdessen plant der dritte große US-Autobauer Ford Kreisen zufolge, seinen Anteil an Mazda weitgehend zu verkaufen. Wie viel Ford verkaufen wolle, wurde nicht mitgeteilt. Zuvor hatte der japanische TV-Sender NHK berichtet, Ford wolle 20 seiner 33,4 Prozent an Mazda abstoßen. Ford könnte dadurch etwa 800 Mio. Dollar erlösen. Die Amerikaner hätten dazu bereits Kontakt mit japanischen Firmen aufgenommen. Es bestehe die Möglichkeit, dass Mazda selbst einen Teil übernehmen könnte. Mazda war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Ford-Chef Alan Mulally hatte Gläubigerschutz als Ausweg aus der wirtschaftlichen Misere abgelehnt. Ziel sei die Rückkehr in die Gewinnzone. Die Produktion solle in Zukunft besser an die konkrete Nachfrage gekoppelt werden. Zudem ginge der Konzern "sehr, sehr vorsichtig" mit seinem Bargeld um.