Versorger-Wechsel bringt nichtsGaspreise steigen weiter
Millionen Haushalte müssen mit Beginn des neuen Quartals zum 1. April höhere Heizkosten zahlen. Mindestens ein Dutzend der regionalen Gasversorger erhöht die Preise. Dabei geht es um Preisanhebungen von bis zu knapp zehn Prozent. Die Verbraucherzentrale rechnet mit weiteren Preiserhöhungen.
Haushalte, die mit Gas heizen, müssen seit dem 1. April in vielen Städten mit höheren Kosten rechnen. Mindestens ein Dutzend der regionalen Gasversorger hat seit Samstag die Preise erhöht, berichtet "Bild" unter Berufung auf den Verbraucherdienst Verivox. Dabei gehe es um Preisanhebungen von bis zu knapp zehn Prozent. Betroffen seien Millionen Haushalte.
Gemessen an einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden zahle ein Privathaushalt beim Versorger EnBW künftig 9,43 Prozent mehr. Kunden der Stadtwerke Karlsruhe müssten mit einem Aufschlag von 9,05 Prozent rechnen, RheinEnergie hebe die Preise um 7,53 Prozent an.
Ein durchschnittlicher Haushalt werde jetzt mit rund 1242 Euro Heizkosten im Jahr belastet, berichtete die Zeitung. Dies seien nach Berechnungen von Experten 197 Euro mehr als im Vorjahr.
Der Energie-Informationsdienst meldete indes, der Anstieg der Gaspreise sei vorläufig gestoppt. Nur noch die oben genannten drei von 16 befragten "größeren" Versorgungsunternehmen erhöhen demnach zu Quartalsbeginn im April die Preise. Innerhalb eines Jahres hätten diese Firmen ihre Endpreise um durchschnittlich 21 Prozent angehoben. Insgesamt gibt es in Deutschland mehrere hundert Gasversorger.
Im vergangenen Winter lagen die Heizkosten nach Schätzungen des Bundes der Energieverbraucher je Haushalt zwischen 200 und 300 Euro höher als im Vorjahr. Durchschnittlich koste eine Kilowattstunde Ergas sechs Cent. Anfang 2005 waren es noch fünf Cent. Eine Kilowattstunde Heizöl schlage durchschnittlich mit 5,2 Cent zu Buche, Strom mit knapp 20 Cent.
Die Verbraucherzentrale rechnet jedoch mit weiteren Preiserhöhungen. Der vom 1. April an mögliche Wechsel des Versorgers werde für die Kunden keine Erleichterung bringen.