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Zu viel auf der hohen KanteGoogle droht Fonds-Status

25.08.2006, 12:35 Uhr

Der Suchmaschinenbetreiber Google sitzt auf solch üppigem Bar- und Aktienvermögen, dass er nun befürchten muss, nach US-Recht als Investmentfonds beurteilt zu werden. Nun hat das Unternehmen eine Ausnahmegenehmigung bei der Börsenaufsicht beantragt.

Sorgen muss man haben: Der Suchmaschinenbetreiber Google sitzt auf solch üppigem Bar- und Aktienvermögen, dass er nun befürchten muss, nach US-Recht als Investmentfonds beurteilt zu werden. Nun hat das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC beantragt, von den entsprechenden Vorschriften ausgenommen zu werden.

In dem Antrag vom 20. Juli lege Google der Behörde dar, dass sie sich nicht auf Investments sondern auf Aktivitäten "im Internet- und Neue-Medien-Geschäft" konzentriere. In der jüngsten Quartalsbilanz weist das Unternehmen insgesamt 14,4 Mrd. US-Dollar Aktiva aus, wovon 4 Mrd. Dollar Barmittel und 5,8 Mrd. Dollar marktfähige Wertpapiere sind.

Laut dem Investment Company Act von 1940 unterliegt ein Unternehmen, bei dem die Wertpapierbestände mehr als 40 Prozent der Aktiva ausmachen, anderen Veröffentlichungspflichten und Geschäftsvorschriften als "normale" Gesellschaften. Ein Sprecher der SEC wollte zur möglichen Entscheidung der Behörde keine Stellung beziehen. Von Google war zunächst keine weitergehende Äußerung zu erhalten.