Fast eine halbe MilliardeRekordumsatz für Playmobil
Dank eines starken Auslandsgeschäfts erzielt der Spielwarenhersteller Playmobil im vergangenen Jahr den achten Umsatzrekord in Folge. Seinen Gewinn bezeichnet der Branchenführer als "zufriedenstellend".
Der Spielwarenhersteller Playmobil will die Preise auf dem deutschen Markt im Februar um durchschnittlich 4,9 Prozent anheben. Gestiegene Lohn- und Lagerkosten ließen keine andere Wahl, betonte der größte deutsche Spielzeugproduzent. Playmobil schloss das vergangene Jahr mit dem achten Umsatzrekord in Folge ab. Dank eines starken Auslandsgeschäfts stiegen die Erlöse mit der Marke Playmobil um sechs Prozent auf 452 Mio. Euro.
Im laufenden Jahr werde erneut ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich angestrebt. Den Gewinn nannte Geschäftsführerin Andrea Schauer "zufriedenstellend". Nähere Angaben dazu macht das Unternehmen nicht.
"2009 ist sicher kein einfaches Jahr", sagte Schauer am Mittwochabend in Zirndorf bei Nürnberg. "Aber wir sind gut aufgestellt, haben solide Eigentumsverhältnisse und eine dynamische Marke." Der Playmobil-Hersteller geobra Brandstätter GmbH & Co. KG ist im Alleinbesitz des Unternehmers Horst Brandstätter.
Zuwachs im US-Markt
68 Prozent der Umsätze erziele Playmobil im Ausland. Besonders stark wuchs Playmobil im vergangenen Jahr in Frankreich, Spanien, Griechenland und Italien. Auch in den USA, dem weltweit größten Spielwarenmarkt, fassen die Franken dank der Zusammenarbeit mit großen Handelsketten zunehmend Fuß.
Die Erlöse verbesserten sich dort um 15 Prozent auf 35 Mio. Dollar (ca. 26,6 Mio Euro). Der deutsche Markt zeigte sich dagegen verhalten. Wegen hoher Lagerbestände im Handel habe sich der Umsatz um vier Prozent verringert, sagte Schauer. Jedoch sei Playmobil mit einem Marktanteil von 8,6 Prozent hinter Lego weiterhin die zweitstärkste Marke auf dem deutschen Spielwarenmarkt.
Zuversicht vor der Messe
Die Spielzeugbranche bleibt von der Wirtschaftskrise bislang weitgehend unbehelligt. "Am Kind wird zuletzt gespart", erklärt der Geschäftsführer des Einkaufsverbunds idee+spiel, Otto Umbach, den vorsichtigen Optimismus der Fachhändler für das Geschäftsjahr 2009. Zumal Eltern eindeutig mehr Wert auf hochwertige Spielwaren und Sicherheit legten als früher. "Die Megatrends 2009 für den Fachhandel heißen deshalb Qualität, Innovation und Lizenzen", sagte Umbach vor der 60. Internationalen Spielwarenmesse (5.-10. Februar) in Nürnberg.
Dort buhlen 2700 Aussteller mit mehr als einer Million Produkte um die Aufmerksamkeit der Besucher. Mit tausenden Neuheiten werben sie um die Gunst der Einkäufer, denn die neuen Produkte machen mehr als die Hälfte des Fachhandelsumsatzes aus. "Von den Neuheiten ist die geschäftliche Zukunft abhängig", unterstreicht Umbach. Ganz wichtig dabei seien nach den Rückrufaktionen der vergangenen Jahre Qualität und Sicherheit der Spielwaren. Die Händler würden aber auch an der Aktualität ihres Sortiments gemessen.