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Diesel mit FilterRenaults späte Erkenntnis

30.03.2005, 15:38 Uhr

Der französische Automobilhersteller Renault will auf dem deutschen Markt künftig noch mehr Dieselfahrzeuge mit Rußpartikelfilter anbieten. Eine Nachrüstlösung hat Renault allerdings noch nicht auf Lager.

Der französische Automobilhersteller Renault will auf dem deutschen Markt künftig noch mehr Dieselfahrzeuge mit Rußpartikelfilter anbieten. Zur Jahresmitte würden auch für die Modelle Megane und Scenic entsprechende Varianten erhältlich sein, sagte ein Sprecher der Renault Nissan Deutschland AG. Der Einbau von Filtern wird derzeit angesichts der hohen Feinstaubbelastungen in Stuttgart und München heftig diskutiert.

Bei Renault sind bereits seit gut einem Jahr ein Mittel- und Oberklassenmodel serienmäßig mit einem solchen Partikelfilter ausgestattet. Eine Nachrüstlösung könne das Unternehmen derzeit aber nicht bieten, räumte der Sprecher ein. "Wir arbeiten intensiv daran". Von den möglichen Lösungen - hierzu gehört unter anderem die Umrüstung des Schadstoffkatalysators - brächte derzeit keine ein akzeptables Ergebnis. Der Partikelfilter für Neufahrzeuge würde nahezu 100 Prozent des Feinstaubs auffangen. Bei den Umrüstlösungen sollen die Werte dagegen deutlich niedriger ausfallen und zudem die Emission von anderen Schadstoffen zunehmen.

Zugleich warnte der Renault-Sprecher vor einer Emotionalisierung der Debatte um den Rußfilter für Dieselfahrzeuge. Nicht alleine die Autoindustrie sei für die Emission des gesundheitsgefährdenden Feinstaubs in die Verantwortung zu nehmen. Renault gilt neben dem französischen Konkurrenten Peugeot Citroen als der Autobauer, der anders als die deutschen Hersteller schon früh auf die Rußfilter-Technologie setzte. Anfang 2006 sollen auch für Renault-Kleinwagen Rußpartikelfilter bereit stehen.