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Blick auf die Ausgrabungsstätte Tel Motza westlich von Jerusalem.
Blick auf die Ausgrabungsstätte Tel Motza westlich von Jerusalem.(Foto: dpa)

Fundsache, Nr. 1171: 3000 Jahre alter Tempel in Israel

Archäologen machen nahe Jerusalem einen besonderen Fund: Sie entdecken einen etwa 3000 Jahre alten Tempel nebst religiösen Tonfiguren, die für rituelle Kulte benutzt wurden, kurz bevor das judäische Königreich diese Art von Kulten verbot. Aus dieser Zeit sind bislang nur wenige Artefakte bekannt.

Bei den Ausgrabungen entdeckt: Tonfigur eines Pferdes mit abgebrochenem Reiter.
Bei den Ausgrabungen entdeckt: Tonfigur eines Pferdes mit abgebrochenem Reiter.(Foto: dpa)

Israelische Archäologen haben nahe Jerusalem einen rund 3000 Jahre alten Tempel und religiöse Figuren ausgegraben. Die Kultstätte sei bei Grabungen im Vorfeld von Autobahn-Bauarbeiten in dem Ort Tel Motza entdeckt worden, teilte die israelische Antikenverwaltung mit.

Der Fund stamme aus der Zeit des antiken Königreichs Judäa und datiere auf das neunte bis zehnte Jahrhundert vor Christus, sagte Grabungsleiterin Anna Eirikh. Aus dieser Zeit seien kaum religiöse Stätten bekannt.

Die Figuren seien mit Sicherheit zu religiösen Zwecken benutzt worden, sagte Eirikh. Die Juden der Region hätten offenbar noch lange an Ritualen aus prä-judäischer Zeit festgehalten. Zu den Funden gehören Keramikscherben, kleine Tierfiguren und Überreste von Kelchen.

Quelle: n-tv.de

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