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Schon 2011 wurden Maya-Knochen in Mexiko geborgen.
Schon 2011 wurden Maya-Knochen in Mexiko geborgen.(Foto: picture alliance / dpa)

Fundsache, Nr. 1164: Kinderknochen aus Maya-Zeit

Neuentdeckte Knochenfunde in Mexiko zeigen nach Angaben von Wissenschaftlern das Elend der Maya nach der Invasion spanischer Eroberer. Die Forscher gruben in der Fundstätte San Miguelito im heutigen Badeort Cancún insgesamt 47 menschliche Knochen aus, wie die Archäologen mitteilten. 30 der Knochen stammten von Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Sie alle waren zum Zeitpunkt ihres Todes unterernährt und litten an schwerer Blutarmut.

Der Fund werfe ein Schlaglicht auf das Ende der Maya, das von Hunger und Armut in Folge der Eroberungsfeldzüge der Spanier geprägt gewesen sei, erklärten die Forscher. Die Maya-Kultur hatte ihre Blütezeit zwischen den Jahren 250 und 900. Danach folgten drei Jahrhunderte des Niedergangs. In der Maya-Zivilisation gab es hochentwickelte Erkenntnisse zur Astrologie und Mathematik. Auch verfügten die Maya über einen eigenen Kalender.

Quelle: n-tv.de

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