StichwortPestizide
Pestizide sind chemische Stoffe zur Schädlingsbekämpfung. Nach ihrer Verwendung werden unterschieden: Insektizide gegen Insekten, Fungizide gegen Pilze, Herbizide gegen Unkräuter, Nematizide gegen Würmer, Molluskizide gegen Schnecken, Rodentizide gegen Nagetiere und Akarizide gegen Milben. In Deutschland sind rund 250 Wirkstoffe und 1900 Präparate zugelassen. Der unsachgemäße Umgang kann akute Vergiftungen verursachen. Zudem können Pestizide als Rückstände in die Nahrung gelangen und chronische Schäden verursachen.
Betroffen sind besonders Menschen in Entwicklungsländern, in denen vorgeschriebene Schutzmaßnahmen oft nicht eingehalten und noch Pestizide eingesetzt werden, die in Europa verboten sind. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation kommt es in Entwicklungsländern beim Umgang mit Schädlingsbekämpfungsmitteln jährlich zu etwa 25 Millionen akuten Vergiftungen. Weltweit seien pro Jahr 20 000 Todesfälle durch Pestizide zu beklagen.