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Den genauen Fundort auf Rügen gibt das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege nicht bekannt.
Den genauen Fundort auf Rügen gibt das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege nicht bekannt.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Fundsache, Nr. 834: Wrack samt Ladung entdeckt

Das Wrack eines mittelalterlichen Schiffes samt seiner Ladung ist bei Messfahrten vor Rügen entdeckt worden. Das Schiff hatte Rohkupfer geladen, wie Landesarchäologe Detlef Jantzen in Schwerin am Rande eines wissenschaftlichen Kolloquiums zur Unterwasserarchäologie sagte. Das sei ein "ganz toller Fund", da bei Schiffswracks in Küstennähe oft die Ladung nach dem Untergang geplündert worden sei. Dieses Wrack, das bei Messungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) gefunden wurde, liege aber in größerer Tiefe. Genauere Angaben zur Lage wollte er nicht machen.

Taucher bargen nach der Entdeckung des Wracks um Ostern einige der runden, etwa fünf Zentimeter dicken Kupferplatten mit einem Durchmesser von bis zu 90 Zentimetern. Sie liegen jetzt im Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin im Wasserbad, wie Archäologe Jens-Peter Schmidt sagte. Untersuchungen sollten Aufschluss über die Zusammensetzung des Kupfers geben. "Der Fund ist sehr interessant, um die Handelswege dieser Zeit zu rekonstruieren." Das knapp 30 Meter lange Wrack, das nach ersten Schätzungen aus der Zeit zwischen 1400 und 1600 stammt, soll nicht gehoben werden. "Das Wrack ist nicht gefährdet", sagte Schmidt. Ähnliche Funde seien bisher vor Helgoland und Danzig (Gdansk) sowie in der Elbe gemacht worden.

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Quelle: n-tv.de

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