Glauben Sie an Anke?Engelke im Quotentief
Sollte man jemanden, der erst vor einem Monat in die Fußstapfen seines legendären Vorgängers getreten ist, bereits jetzt verurteilen? Die einen sagen so, die anderen so ...
Vielleicht sollte man ihr einfach noch ein bisschen Zeit geben, denn bereits einen Monat nach dem Start von Anke Engelkes Late Night Show glaubt die Mehrheit der Bevölkerung nicht an einen langfristigen Erfolg der Sendung.
Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern", wie das Blatt vorab mitteilte. Danach glauben nur 26 Prozent, dass Engelke mit ihrer Show langfristig erfolgreich sein wird, während 51 Prozent dies nicht glauben und 23 Prozent unentschieden sind. Bei Sat.1 sieht man dieses Ergebnis durchaus positiv. "Wenn ein Viertel der Deutschen an einen langfristigen Erfolg von "Anke Late Night" glaubt, brauchen wir uns über Einschaltquoten keine Sorgen zu machen", sagte Unternehmenssprecherin Kristina Faßler.
Auch die derzeit eher schwachen Quoten beeindrucken den Sender wenig. "Wir sehen das ganz entspannt", sagte Faßler. "Die Sendung ist immer besser geworden, und die Quoten bewegen sich im Rahmen unserer Erwartungen." Bis zum Beginn der Fußball-Europameisterschaft hatte "Anke Late Night" nach Sat.1-Angaben ähnliche Zuschauerzahlen wie Harald Schmidt im ersten Halbjahr seines Late Night Talks Mitte der 90er Jahre. Nach Harald Schmidts überraschendem Ausstieg ist Anke Engelke seit dem 17. Mai mit ihrem Nachfolgeprogramm montags bis donnerstags um 23.15 Uhr auf Sendung. Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski hat sich mehrfach zuversichtlich geäußert, dass die Sendung auf Dauer ähnlich erfolgreich werde wie die "Harald Schmidt Show".
Für die bisherigen Ausgaben ermittelte Sat.1 im Durchschnitt 1,07 Mio Zuschauer, was einem Marktanteil von 9,6 Prozent entspricht, in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährige von 12,0 Prozent. Allerdings waren es in der vergangenen Woche weniger als eine Million und an den ersten beiden Tagen dieser Woche im Schatten der ARD/ZDF- Fußballabende nur 0,68 und 0,64 Mio (5,9/6,6 Prozent).