Krankentransportfirmen im VisierKassen um Millionen gebracht
Durch falsche Abrechnungen sollen Krankentransportfirmen in Hamburg die Krankenkassen um Millionen-Beträge geprellt haben.
Während sich Politiker Verbandsvertreter und Experten angestrengt den Kopf darüber zebrechen, wie die Kosten im Gesundheitswesen zu dämpfen sind, sollen Krankentransportfirmen in Hamburg die Krankenkassen durch falsche Abrechnungen um Millionen-Beträge geprellt haben. "Wir ermitteln seit 1999 gegen verschiedene Beförderungs-Unternehmen wegen Betrugsverdachts", erklärte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Marion Zippel.
Es handele sich um ein "sehr umfangreiches Verfahren mit einer Vielzahl von Einzelfällen", machte Zippel deutlich. Dabei gehe es um falsche Kilometerangaben, ebenso wie um falsche Deklarationen der einzelnen Fahrten, erklärte die Oberstaatsanwältin. Normale Krankentransporte seien als Rettungseinsätze abgerechnet worden. Auch sei das Personal häufig kaum geschult. Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) soll eine Firma sogar Geld für Transporte von Patienten verlangt haben, die bereits gestorben waren.
"Es geht um insgesamt sechs Beförderungs-Unternehmen und einen Schaden von mehreren Millionen Euro", erklärte der Sprecher der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK), Jörg Bodanowitz.