Revolution in EpiskopalkircheSchwuler zum Bischof gewählt
Die Episkopalkirche der USA wählt erstmals einen Geistlichen, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt, zum Bischof.
Die Episkopalkirche der USA hat erstmals einen Geistlichen, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt, zum Bischof gewählt. Die Generalversammlung der anglikanischen Glaubensgemeinschaft in Minneapolis bestätigte Gene Robinson am Dienstagabend mit 62 zu 45 Stimmen, wie der Vorsitzende Bischof Frank Griswold bekannt gab.
Zuvor war Robinson bei einer kircheninternen Untersuchung vom Vorwurf des groben Fehlverhaltens rehabilitiert worden.
Der 56-Jährige war mit einer Internet-Seite für homosexuelle Jugendliche in Verbindung gebracht worden, auf der ein Link zu pornografischen Darstellungen enthalten sein soll. Weiter wurde Robinson bezichtigt, einen Mann unsittlich berührt zu haben.
Der Leiter der Ermittlungskommission, der Bischof von Massachusetts Gordon Scruton, bezeichnete diese Anschuldigungen jedoch als gegenstandslos.
Die Wahl Robinsons könnte die amerikanische Episkopalkirche, die zur Anglikanischen Kirche mit weltweit 77 Millionen Mitgliedern gehört, vor eine Zerreißprobe stellen. Zahlreiche Konservative haben bereits ihren Austritt angedroht. Dies könnte zur Spaltung von Gemeinden und Diözesen sowie schließlich zum Auseinanderbrechen der Kirchengemeinschaft mit derzeit rund 2,3 Millionen Mitgliedern führen.