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Auch die britische Botschaft hat Mitarbeiter zur Betreuung zum Flughafen Tokio geschickt.
Auch die britische Botschaft hat Mitarbeiter zur Betreuung zum Flughafen Tokio geschickt.(Foto: dpa)

Anlaufstellen auf Airports und Bahnhöfen: AA hilft Deutschen in Japan

Das Auswärtige Amt verstärkt seine Hilfe für deutsche Bürger in Japan, die vor den Auswirkungen der Reaktorkatastrophe fliehen. Botschaftsmitarbeiter unterstützen an Bahnhöfen und Flugplätzen in Tokio und Osaka Deutsche, die in den Süden des Landes ausweichen oder ausreisen wollen.

Für die in Japan lebenden Deutschen und ihre Angehörigen, die wegen der Atomkatastrophe in den Süden des Landes flüchten, werden besondere Anlaufstellen eingerichtet. Wie die deutsche Botschaft in Tokio auf ihrer Webseite mitteilte, werden an den Bahnhöfen in der japanischen Hauptstadt sowie in Osaka-Kobe eigene Konsularteams zur Betreuung stationiert. Auch am Flughafen von Osaka seien Botschaftsmitarbeiter im Einsatz. Am Tokioter Flughafen war dies schon länger der Fall. Sie sollen betroffene Bundesbürger auch über ihre weiteren Schritte und Planungen beraten.

Nach Schätzungen des Auswärtigen Amtes lebten bisher etwa 5000 Deutsche in Japan, die meisten von ihnen in den Ballungsräumen Tokio, Osaka, Kobe und Yokohama. Etwa 100 Deutsche lebten im Erdbebengebiet im Nordosten. Wie viele Deutsche Japan in den vergangenen Tagen verlassen haben, ist unklar. Am Montag holte die Botschaft 34 Deutsche und 37 andere Staatsangehörige mit einem Bustransport aus dem Erdbebengebiet bei Sendai ab und brachte sie nach Tokio. Hinweise auf deutsche Opfer des Bebens gibt es nach Angaben des Auswärtigen Amtes bisher nicht.

Das Auswärtige Amt warnt bereits seit Tagen vor Reisen in die Erdbebenregion. Außerdem rät das Ministerium von nicht erforderlichen Reisen nach ganz Japan ab. "Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen in der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und im Raum Tokio/Yokohama zu prüfen, ob ein Aufenthalt in Japan weiterhin erforderlich ist", heißt es in der im Internet veröffentlichten Teilreisewarnung. Falls dies nicht gegeben sei, sollte eine Ausreise außer Landes in Erwägung gezogen werden, insbesondere von Familien mit Kindern.

Die japanischen Behörden hätten derzeit Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im unmittelbaren Umfeld der betroffenen Atomkraftwerke ergriffen, hieß es weiter. "Deutschen wird dringend empfohlen, den Anweisungen der japanischen Behörden Folge zu leisten." Das Auswärtige Amt bat darum, laufend die aktuellen Hinweise auf der Webseite der Botschaft Tokio zu beachten.

Quelle: n-tv.de