Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind.Bild 1 von 51 Einer von sieben Menschen geht jeden Tag hungrig zu Bett.Bild 2 von 51 Weltweit leiden der Welternährungsorganisation (FAO) zufolge 854 Millionen unter Hunger. Das ist mehr als die Bevölkerung von USA, EU und Kanada zusammen.Bild 3 von 51 In den Entwicklungsländern hat jedes vierte Kind Untergewicht.Bild 4 von 51 Hunger gehört zu den größten globalen Problemen und Herausforderungen.Bild 5 von 51 Laut Welthungerhilfe hat Hunger in 36 Ländern alarmierende Ausmaße angenommen: 25 von ihnen liegen in Afrika südlich der Sahara, neun in Asien, je eines im Nahen Osten und in Lateinamerika.Bild 6 von 51 Worte und Zahlen können nicht ausdrücken, was Unter- und Mangelernährung für den einzelnen Menschen bedeuten.Bild 7 von 51 Sie rauben ihm die Gesundheit, die Lebensfreude und die Leistungsfähigkeit.Bild 8 von 51 In einigen Teilen der Welt sind Kriege, Dürren oder andere Naturkatastrophen Hauptursache von Hungertragödien.Bild 9 von 51 Vor allem ist es aber die weit verbreitete Armut. Viele Menschen können sich keine Nahrung kaufen. Dazu kommt in Afrika, dass der Selbstversorgungsgrad des Kontinents sinkt. Ein immer größerer Teil der benötigten Nahrungsmittel muss eingeführt werden.Bild 10 von 51 In Simbabwe brauchen nach Schätzungen von Hilfsorganisationen bis zum Jahresende vier Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfen, um zu überleben.Bild 11 von 51 In der westsudanesischen Krisenregion Darfur ist die Zahl der Bedürftigen genauso hoch.Bild 12 von 51 In Äthiopien, Kongo und Uganda ernährt die UN jeweils zwischen 250.000 und 600.000 Menschen.Bild 13 von 51 In Asien versorgt die UN allein in Nordkorea 215.000 Menschen.Bild 14 von 51 In Sri Lanka steigt die Zahl der Unterernährten vor allem in den Rebellengebieten im Norden und Osten.Bild 15 von 51 Im Nahen Osten hängen von den UN-Hilfen rund zwei Millionen Palästinenser im Gazastreifen ab.Bild 16 von 51 Frauen und Kinder sind am stärksten von Armut und Unterernährung betroffen.Bild 17 von 51 Die Ursache dafür liegt an den kulturellen Traditionen und sozialen Strukturen, die in vielen ärmeren Ländern vorherrschen.Bild 18 von 51 Frauen sind meist schlechter ausgebildet und haben deshalb nicht die gleiche Möglichkeit, Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Zur Gefahr werden diese Bedingungen vor allem während Schwangerschaft und Stillzeit.Bild 19 von 51 Der chronische Hunger fällt nicht immer gleich auf. Unterernährte sind oft dünn, aber nicht abgemagert. Der Körper gleicht unzureichende Ernährung dadurch aus, dass Aktivitäten eingeschränkt oder das Wachstum verlangsamt wird.Bild 20 von 51 Ein Teufelskreis: Die Betroffenen sind anfällig für Krankheiten, dauernd müde oder unkonzentriert. Kinder werden teilnahmslos, Mütter gebären untergewichtige Kinder.Bild 21 von 51 Chronisch Hungernden fehlt deshalb oft die Energie, sich selbst aus Armut und Unterernährung zu befreien.Bild 22 von 51 Rein rechnerisch gibt es genug Nahrung für alle Menschen auf der Welt.Bild 23 von 51 Es werden genügend Nahrungsmittel produziert, so dass alle Menschen satt werden könnten.Bild 24 von 51 Doch während es heute in erster Linie eine Frage der globalen Verteilung ist, dass so viele hungern, könnte sich diese Situation laut Welthungerhilfe in Zukunft verändern.Bild 25 von 51 Im Zuge des Klimawandels geht in den Entwicklungsländern Ackerland verloren, ...Bild 26 von 51 ... die Weltbevölkerung wächst aber weiter.Bild 27 von 51 Schwellenländer wie Indien und China stellen immer höhere Ansprüche an die Ernährung.Bild 28 von 51 Die Welt ändert sich - und mit ihr die Essgewohnheiten. So hat sich zwischen 1961 und 2000 der Pro-Kopf-Verbrauch von pflanzlichen Fetten und Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs wie Fleisch, Milch, Eier und Fisch in den Entwicklungsländern verdoppelt.Bild 29 von 51 Ein Trend, der in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Hinzu kommt, dass auch in den ärmsten Haushalten Fast Food von der Straße auf dem Vormarsch ist.Bild 30 von 51 Damit sehen sich die Entwicklungsländer einer doppelten Herausforderung gegenüber. Einerseits gibt es Unter- und Mangelernährung, ...Bild 31 von 51 ... andererseits breiten sich Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere ernährungsbedingte Leiden aus.Bild 32 von 51 Es scheint paradox, doch drei Viertel aller unterernährten Menschen leben auf dem Land, und die meisten von ihnen produzieren Nahrung.Bild 33 von 51 Was ihnen fehlt, ist Bildung. Denn Hunger und Analphabetentum bzw. mangelnde Bildung bedingen sich.Bild 34 von 51 Bildungschancen zu verbessern, ist einer der wirkungsvollsten Wege, Hunger zu bekämpfen. Denn das Ausmaß von Unterernährung nimmt proportional mit der Fähigkeit ab, lesen und schreiben zu können.Bild 35 von 51 Wie viele Menschen auf der Welt an den Folgen von Unterernährung sterben, weiß niemand so genau. Die Welthungerhilfe geht von täglich etwa 24.000 Menschen aus. (Im Bild: Ingeborg Schäuble, Vorsitzende der Welthungerhilfe)Bild 36 von 51 Mehr als 20 Millionen Babys kommen jährlich schon stark untergewichtig auf die Welt. Denkbar schlechte Vorraussetzungen für eine normale Entwicklung.Bild 37 von 51 Laut Unicef sterben jährlich 10 Millionen Kinder unter 5 Jahren, mindestens die Hälfte von ihnen ist unterernährt.Bild 38 von 51 Ausreichend sauberes Wasser, Hygieneeinrichtungen und genug zu essen könnten dieses Drama beenden.Bild 39 von 51 Auf dem Welternährungsgipfel 1996 wie auf dem Millenniumsgipfel 2000 haben sich beeindruckend viele Staats- und Regierungschefs dazu verpflichtet, die Zahl der Hungernden weltweit bis zum Jahr 2015 zu halbieren.Bild 40 von 51 Bei einer Fortsetzung der derzeitigen Politik kann dieses Ziel laut FAO jedoch nicht erreicht werden.Bild 41 von 51 Weiterhin würden dann mindestens 600 Millionen Menschen hungern.Bild 42 von 51 Zwar machen die meisten Länder Fortschritte, doch nach den bisherigen Trends werden nur sechs von 42 Ländern die Hunger-Millenniumsziele erreichen: Kuba, Peru, Mosambik, Ghana, Indonesien und Vietnam.Bild 43 von 51 Ein gutes weiteres Drittel hat zwar Fortschritte gemacht, aber das Tempo ist zu langsam. In knapp einem Drittel hat sich die Ernährungslage kaum verändert oder sogar verschlechtert.Bild 44 von 51 Dazu gehören die beiden letzten auf der Rangliste, Burundi und die Demokratische Republik Kongo.Bild 45 von 51 Die FAO schätzt, dass schon zusätzlich 24 Milliarden US-Dollar pro Jahr genügen würden, um die Vorgabe des Welternährungsgipfels zu erfüllen.Bild 46 von 51 Doch mit der Bereitstellung von Geld allein ist es nicht getan. Um nachhaltigen Erfolg zu erzielen, sind die betroffenen Länder selber in der Pflicht.Bild 47 von 51 In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Hungersnöte von weltweit durchschnittlich 15 im Jahr auf mehr als 30 angestiegen, die meisten davon in Afrika.Bild 48 von 51 Nur selten sind Hunger und Hungersnöte dabei allein auf ein Naturereignis zurückzuführen. Zunehmend sind sie die Folge politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Fehlverhaltens.Bild 49 von 51 Seit 1992 hat sich die Zahl von Krisen, die durch Kriege und ökonomische Misswirtschaft verursacht wurden, mehr als verdoppelt und liegt heute bei etwa 35 Prozent.Bild 50 von 51 Hunger ist eine globale Tragödie, deren schärfste Anklage darin besteht, dass sie fast völlig zu vermeiden wäre. (Quelle: Welthungerhilfe, FAO; Bilder: AP, dpa)Bild 51 von 51