Eine hochwertige Gesundheitsfürsorge, die ein Recht ist und kein Privileg, eine Krankenversicherung für alle - das war das Anliegen seines Lebens, wie Edward Moore Kennedy noch im Juli in einem Beitrag für das "Newsweek"-Magazin schrieb.Bild 1 von 34 | Foto: AP
Mit aller Kraft, die ihm seine Krankheit noch ließ, unterstützte er die Pläne von Präsident Barack Obama. Die Umsetzung der Reform durfte er nicht mehr erleben.Bild 2 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Im Alter von 77 Jahren starb Kennedy am Abend des 25. August nach langer Krankheit.Bild 3 von 34 | Foto: AP
2012 hätte er ein halbes Jahrhundert im Washingtoner Senat feiern können. Aber auch ohne diese Krönung reißt der Tod von "Teddy" Kennedy eine tiefe Lücke in das politische Leben Washingtons - und nicht nur dort.Bild 4 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Mit dem "Löwen des Senats" starb ein Mann, der durch sein Wirken praktisch "das Leben jedes Amerikaners mit beeinflusst hat", wie schon 2006 das "Time"-Magazin schrieb.Bild 5 von 34 | Foto: AP
Und: Es starb ein Kennedy, der letzte von drei politisch hochbegabten Brüdern, die zu einem Teil von Amerikas jüngerer Geschichte geworden sind, …Bild 6 von 34 | Foto: AP
… der insgesamt wohl letzte einflussreiche und charismatische Spross eines faszinierenden Clans - es ist das nunmehr endgültige Ende einer Ära.Bild 7 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Es war ein Politikerleben, gezeichnet von Triumph und Niederlagen, Tod und Tragik, Exzessen und einem schier unbändigen Kampfgeist.Bild 8 von 34 | Foto: AP
Das alles hatte sich auch schon vor dem bösartigen Gehirntumor in Ted Kennedys Gesicht eingeschrieben.Bild 9 von 34 | Foto: AP
Als Sozialist wurde er von seinen politischen Gegnern gebrandmarkt, gefürchtet wegen seines enormen Einflusses in Washington, als Galionsfigur und Fackelträger des Liberalismus verehrten und bewunderten ihn seine politischen Freunde. Hohen Respekt zollten ihm alle.Bild 10 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Viele glauben, dass Ted Kennedy sogar noch mehr Politiker-Talent besaß als seine 1963 und 1968 ermordeten Brüder, …Bild 11 von 34 | Foto: AP
… Präsident John F. Kennedy …Bild 12 von 34 | Foto: Associated Press
… und Senator Robert Kennedy.Bild 13 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Vor allem in den frühen Jahren seiner Karriere spürte er den Druck der allgemeinen Erwartung, dass er in die Fußstapfen der beiden treten und sich ebenfalls um das höchste Amt bewerben würde.Bild 14 von 34 | Foto: AP
Der Prominenz des Kennedy-Namens verdankte er wohl den Beginn seiner politischen Laufbahn: Der durch John F. Kennedys Wahl zum Präsidenten vakant gewordene Senatssitz wurde für ihn sozusagen reserviert, bis er sich 1962 um ihn bewerben konnte.Bild 15 von 34 | Foto: AP
Seit diesem Jahr ist er immer wieder, insgesamt sieben Mal, wiedergewählt worden.Bild 16 von 34 | Foto: REUTERS
Geboren wurde Edward Moore (Spitzname "Ted" oder "Teddy") Kennedy am 22. Februar 1932 als jüngstes von neun Kindern des wohlhabenden und einflussreichen katholischen Politikers Joseph Kennedy und seiner Frau Rose in Brookline, Massachusetts.Bild 17 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Nach seinem Studium der Geschichte an der Harvard-Universität und anschließendem Jura-Studium war Kennedy als Anwalt in Boston tätig und managte 1958 den Senatswahlkampf seines Bruders John F. und war 1960 auch in dessen Präsidentschaftsrennen aktiv.Bild 18 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Nachdem er schon in jungen Jahren einen Bruder im Zweiten Weltkrieg und eine Schwester bei einem Autounfall verloren hatte, trug Edward Kennedy 1963 den ermordeten John zu Grabe …Bild 19 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
… und fünf Jahre später den ebenfalls bei einem Attentat ums Leben gekommenen Robert Kennedy.Bild 20 von 34 | Foto: AP
Nach Beginn seiner Senatskarriere zwangen ihn schwere Verletzungen bei einem Flugzeugabsturz 1964 zu einer halbjährigen Pause. Seine damaligen Erfahrungen, so schilderte er später, legten den Grundstein für seinen unermüdlichen Kampf für eine universelle Gesundheitsfürsorge.Bild 21 von 34 | Foto: AP
Mit den Jahren wuchs Kennedys Einfluss in Washington, aber zugleich auch sein Ruf als Lebemann, Schürzenjäger und Freund des Alkohols, der ihn über große Teile seines Lebens begleitete.Bild 22 von 34 | Foto: AP
Bereits 1969 kam es zu einem Skandal, der ihm letztendlich wohl auch den Weg ins Weiße Haus verbaute. Nach einer Party verlor Kennedy auf der Insel Chappaquiddick in Massachusetts die Kontrolle über sein Auto, das in einen Fluss stürzte.Bild 23 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Kennedy rettete sich, seine Begleiterin, die Sekretärin Mary Jo Kopechne, ertrank. Kennedy alarmierte erst zehn Stunden später die Polizei und wurde wegen Fahrerflucht zu zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.Bild 24 von 34 | Foto: AP
Das holte ihn ein, als er sich schließlich 1980 um die Präsidentschaftskandidatur bewarb - gegen den demokratischen Amtsinhaber Jimmy Carter (links). Kennedy gab sich erst auf dem Nominierungsparteitag geschlagen.Bild 25 von 34 | Foto: AP
Seine damalige Rede mit der leidenschaftlichen Formulierung "die Arbeit geht weiter, die Hoffnung lebt noch, und der Traum wird niemals sterben" gilt neben dem Nachruf, den er 1968 auf seinen ermordeten Bruder Robert formulierte, als die beste in der Karriere Kennedys.Bild 26 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Mit Wortgewalt und Zielstrebigkeit blieb sich Kennedy, dessen Privatleben sich mit seiner zweiten Eheschließung 1992 stabilisiert hatte, Zeit seines Lebens politisch treu.Bild 27 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Er hielt die Fahne des Liberalismus hoch. Mehr als 300 seiner Initiativen im Kongress wurden zu Gesetzen, viele davon verbesserten das Leben für die Schwachen. Kennedy kämpfte gegen die Apartheid, für Chancengleichheit aller ethnischen Gruppen, für eine bessere Bildung, für eine Anhebung der Mindestlöhne, für Kinder, Behinderte und die Kranken.Bild 28 von 34 | Foto: AP
Er war von Anfang an ein entschiedener Gegner des Irakkrieges, den er als Bushs Vietnamkrieg brandmarkte, …Bild 29 von 34 | Foto: AP
… und er brachte mit seinem flammenden Widerstand einen Kandidaten für das höchste US-Gericht zu Fall, den er für einen Rassisten hielt.Bild 30 von 34 | Foto: AP
Aber der "Löwe des Senats", wie man ihn nannte, galt auch als ein Brückenbauer, bereit zur Zusammenarbeit mit den Konservativen, wenn es um die Durchsetzung wichtiger Gesetzeswerke ging.Bild 31 von 34 | Foto: AP
So zählte ihn auch "Time" 2006 zu den "zehn besten Senatoren" der US-Geschichte.Bild 32 von 34 | Foto: AP
Im Sommer 2008 wurde bei ihm ein bösartiger Gehirntumor festgestellt. Bei der Amtseinführung von Präsident Obama im Januar 2009 brach Edward Kennedy mit einem Krampfanfall zusammen und kam ins Krankenhaus.Bild 33 von 34 | Foto: Reuters
In der Nacht zum 26. August starb er im Haus seiner Familie in Hyannisport in Massachusetts (Text: dpa).Bild 34 von 34 | Foto: AP