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Wer ist der Beste? : Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoff-Auto

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In der noch vor Kurzem verschmähten Elektromobilität wollen jetzt auch die großen Autohersteller mitspielen. Besonders viel hat BMW investiert. In das Auto, das in Zukunft den Markt der Elektromobile rocken soll und den Namen ...

In der noch vor Kurzem verschmähten Elektromobilität wollen jetzt auch die großen Autohersteller mitspielen. Besonders viel hat BMW investiert. In das Auto, das in Zukunft den Markt der Elektromobile rocken soll und den Namen ...

In der noch vor Kurzem verschmähten Elektromobilität wollen jetzt auch die großen Autohersteller mitspielen. Besonders viel hat BMW investiert. In das Auto, das in Zukunft den Markt der Elektromobile rocken soll und den Namen ...

... i3 trägt. Insgesamt wurden mehrere hundert Millionen Euro in die Entwicklung der eigenen Elektromotoren, Carbonfaser-Produktion und den entsprechenden Umbau der Fertigungen in Leipzig, Wackersdorf und Dingolfing gesteckt.

Optisch setzt sich das erste Modell der neuen Submarke deutlich von allen anderen BMW- und Mini-Produkten ab. Stets zweifarbig wird es den vier Meter kurzen i3 ab November 2013 zu kaufen geben. Die B-Säule schwingt mit der hinteren Tür auf. Aufgebockt ist der i3 auf mächtigen 19-Zoll-Rädern.

Doch was kostet der i3? Den Basispreis haben die Münchner mit 34.950 Euro festgeschrieben. Für ein Drittel dieses Geldes gibt es schon einen konventionell angetriebenen Konkurrenten. Hinzu kommt, dass man mit einer solchen Sparbüchse locker 500 Kilometer zurücklegen kann. Der rein elektrisch betriebene i3 schafft im besten Fall 160 Kilometer.

Im i3 kostet das Aufladen der Lithium-Ionen-Akkus zwar nur einen Fünfer – dauert aber an der Haushaltssteckdose bis zu acht Stunden. Das wichtigste Ziel ist also für BMW: dem potenziellen Kunden Ängste nehmen. Vor allem davor, mit dem Elektroauto liegen zu bleiben, wenn die Energie ausgeht. Das kann bereits nach 120 Kilometern geschehen, wenn der Kunde mit allem Komfort unterwegs ist.

Darum investieren die Bayern derzeit massiv in Ladesäulen in den Großstädten der wichtigsten Länder für das neue Weltauto – und beteiligen sich an Netzwerken solcher Anbieter. Jeder i3-Fahrer wird in einem Infodisplay stets über die nächste Station auf dem Laufenden gehalten. Wer dennoch die Angst nicht los wird, ...

... dem bietet BMW für den i3 einen Range Extender. Der kleine Benzinmotor fungiert dann quasi als Reservekanister und treibt den Bayern bis zu 340 Kilometer weit. Allerdings verteuert das den i3 um 5000 Euro, so dass die Basis jetzt knapp 40.000 Euro kostet. Ein Preis, ...

... den Opel inzwischen nicht mal mehr für den Ampera aufruft, der nach dem gleichen Prinzip seine Reichweite auf bis zu 500 Kilometer strecken kann. Ab 38.300 Euro gibt es den Ampera jetzt, das sind stolze 7600 Euro weniger als vorher.

Der Opel Ampera fährt nur 80 Kilometer rein elektrisch, muss aber nicht unbedingt an die Steckdose: ...

Die Limousine hat neben dem Akku einen 1,4-Liter-Benziner an Bord. Der springt an, wenn der Strom verbraucht ist und treibt einen Generator zur Stromversorgung des Elektromotors an.

Der Ampera ist übrigens wie der i3 als reiner Viersitzer ausgelegt. Praktisch ist hier allerdings der große Kofferraum, der sich trotz der Stufenheck-Form unter einer Heckklappe und einer flexiblen Abdeckung verbirgt.

Auch im Innenraum gibt sich der Ampera deutlich geräumiger als der BMW. Wiegt allerdings auch 1,7 Tonnen, während der Bayer es gerade mal auf 1,2 Tonnen bringt. Doch was Opel und BMW können, kann man in Wolfsburg schon lange.

Zu Preisen ab 26.900 Euro kommt im Herbst die Elektro-Version des Kleinstwagens VW Up auf den Markt.

Den Antrieb des E-Up übernimmt ein in der Spitze 82 PS starker Elektromotor, der eine Dauerleistung von 55 PS bereitstellt. Das bedeutet, dass der Kleinstwagen mit einer Akkuladung 160 Kilometer bewältigen soll.

Aufgeladen wird der E-Up an der Haushaltssteckdose, alternativ kann eine Ladebox für die Garage bestellt werden. Gegen Aufpreis ist eine Schnellladefunktion an Bord, die den 18,7 kWh starken Akku in 30 Minuten zu 80 Prozent lädt.

Der E-Up wurde mit Klimaanlage, Navigationsgerät und Sitzheizung bedacht. Äußerlich unterscheidet sich die Elektroversion unter anderem durch bogenförmige LED-Tagfahrlichter, eine geänderte Frontpartie und spezielle 15-Zoll-Leichtmetallräder von der Standardversion.

Diese gibt es zu Preisen ab 9975 Euro mit Dreizylinder-Benziner und 60 PS. Mit einer ähnlichen Ausstattung wie der E-Up würde das konventionell angetriebene Modell rund 14.300 Euro kosten, 13.000 Euro weniger als der E-Up.

Neben dem E-Up schickt Volkswagen jetzt auch noch den E-Golf ins Rennen der Elektromobilität. So wie beim Up haben die Wolfsburger nicht viel in die Entwicklung investiert. Vielmehr setzen sie auf Altbewährtes und auf das grüne Gewissen der VW-Liebhaber.

Ob das ausreicht, um sich einen Stromer für 35.000 Euro zu kaufen, der es bei einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h auf maximal 190 Kilometer bringt, bleibt fraglich. Ampera und BMW i3 bringen es wenigstens auf eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h.

"In beiden Modellen helfen zwei besonders sparsame Fahrmodi ("Eco", "Eco+") und vier ebenso einfach aktivierbare Rekuperationsstufen ("D1", "D2", "D3" und "B") dabei, die maximalen Reichweiten herauszufahren", heißt es bei VW.

Zur Serienausstattung des e-Golf zählen unter anderem Klimaautomatik mit Standheizung und -kühlung, Radio-Navigationssystem, Frontscheibenheizung, LED-Tagfahrlicht und LED-Scheinwerfer.

Volkswagen will seinen E-Golf auch in den USA anbieten. Doch dort tummelt sich schon ein anderer deutscher Hersteller und bietet seine Idee eines Elektroautos feil.

Die Elektroversion der Mercedes B-Klasse feierte Anfang des Jahres auf der Auto Show in New York ihre Premiere. 2014 soll der Kompakt-Van auf den Markt kommen. Erst in den USA, ab Herbst dann vielleicht auch in Europa.

Technisch orientiert sich die B-Klasse Electric Drive an dem, was auch die Konkurrenz zu bieten hat. In der Serienversion sorgt ein 136 PS starker E-Motor für Vortrieb.

Die Höchstgeschwindigkeit ist auch hier elektronisch auf 160 km/h begrenzt. Das Limit soll die im Unterboden montierte Lithium-Ionen-Batterie schonen, die unter idealen Bedingungen eine Reichweite von 200 Kilometern ermöglicht.

Geladen wird der Akku über haushaltsübliche Steckdosen. Für das US-Stromnetz gibt der Hersteller eine Ladedauer von zwei Stunden für eine 50 prozentige Füllung an. Optisch entspricht die Elektro-Version weitgehend den konventionell motorisierten Varianten.

Auch im Innenraum überrascht Mercedes seine Kundschaft nicht etwa mit einem futoristischen Design. Preise für die elektrische B-Klasse haben die Stuttgarter noch nicht genannt.

Vorreiter in puncto kompakter Elektroautos ist Nissan. Die Japaner setzen mit ihrem Leaf seit Jahren auf die umweltfreundliche Fortbewegung, schlagen sich aber mit denselben Problemen rum wie alle: zu geringe Reichweite.

Deswegen haben die Japaner, um den Leaf günstiger anbieten zu können, optional die Batterie aus dem Kaufpreis herausgerechnet. Statt ihn mitzukaufen, kann der Akku für 79 Euro monatlich geleast werden.

Durch die Batteriemiete fällt der Kaufpreis des gerade überarbeiteten und neuerdings in Großbritannien produzierten E-Mobils von 29.690 auf 23.790 Euro.

Käufer eines neuen Nissan Leaf können ab sofort auf einen kostenlosen Leihwagen mit konventionellem Motor zurückgreifen. So sollen Halter des Elektroautos bei Bedarf auch längere Strecken zurücklegen können, etwa bei der Fahrt in den Urlaub.

Bei dem Mietwagen handelt es sich um das Kompakt-SUV Nissan Qashqai. Das Fahrzeug steht für 14 Tage im Jahr gratis zur Verfügung und kann über den Kooperationspartner Europa Service gebucht werden. Der Autovermieter verfügt deutschlandweit über rund 600 Stationen. Das Angebot ist auf drei Jahre ab Kaufdatum begrenzt.

Die Verleih-Aktion soll potenziellen Leaf-Käufern die Angst vor Einschränkungen durch die relativ geringe Reichweite des kompakten Stromers nehmen. Diese beträgt bei der neuesten Ausführung knapp 200 Kilometer.

Ein ähnliches Leihwagen-Modell für Elektroauto-Fahrer bietet künftig auch BMW an. Wer den Kleinwagen i3 kauft, soll bei Bedarf auf konventionell angetriebene Modelle der Münchner zurückgreifen können. Die genauen Konditionen stehen noch nicht fest.

Der europäische Hersteller mit den meisten Elektrofahrzeugen im Portfolio ist Renault. In der Zusammenarbeit mit Partner Nissan haben die Franzosen zum Beispiel den ...

... Zoe am Start. Die Preisliste für den elektrisch betriebenen Renault Zoe beginnt bei 21.700 Euro einschließlich einer Ladestation für die Garage.

Dafür bekommt der Kunde bereits in der Basisversion das neue Multimediasystem R-Link, Klimaautomatik und Tempomat. Dazu kommt allerdings die monatliche Miete für die Batterie in Höhe von 79 bis maximal 122 Euro. Auf den Elektroantrieb gibt Renault eine Garantie von fünf Jahren oder 100.000 Kilometer.

Angetrieben wird der Zoe von einem fremderregten Drehstrom-Synchron-Elektromotor, der eine kurzfristige Leistung von 88 PS erreichen kann, die jedoch auf eine Dauerleistung von 59 PS verringert wird, um die Reichweite nicht übermäßig zu reduzieren.

Deshalb wird die Beschleunigung auch bei 135 km/h abgeregelt. Als Reichweite gibt Renault 150 Kilometer im Sommer und 100 im Winter an. Nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus NEFZ stehen sogar 210 Kilometer zur Verfügung.

Obwohl als Stadtwagen konzipiert, bietet der Zoe großzügige Platzverhältnisse und der Kofferraum, dessen Volumen von 338 auf 1225 Liter vergrößert werden kann, reicht allemal für den Wochenendausflug.

Mit der Elektroversion des Kangoo will Renault Gewerbetreibenden den alternativen Antrieb schmackhaft machen. Drei Varianten mit zwei bis fünf Sitzen gibt es. Für die Stadt ist der Lieferwagen bestens gerüstet, Langstrecken sind nicht sein Ding. Ab 23.800 Euro kostet der Kangoo Z.E.

Die Batterie muss für mindestens 72 Euro extra gemietet werden. Drei Varianten des Nutzfahrzeugs haben die Franzosen im Angebot: den zweisitzigen Kastenwagen mit kurzem sowie langem Radstand für Handwerker und Gütertransporte sowie einen fünfsitzigen Kombi für die Fahrt mit den Kollegen zur Baustelle.

Die Technik ist jeweils identisch. Für den Antrieb sorgt ein 60 PS starker Elektromotor, der sich im Stadtverkehr wacker schlägt, über Land aber schnell an seine Grenzen gerät, da die Zugkraft von immerhin maximal 226 Nm jenseits der 50 km/h rapide abbaut. Zumindest theoretisch kann eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h erreicht werden.

Bereits im vergangenen Jahr hat Renault den Stadtflitzer Twizy auf den Markt gebracht. Mit 2,34 Metern Länge ist er kürzer als ein Smart, die Breite von 1,23 Metern lässt ihn durch jede Lücke kommen. Allerdings fehlt ihm jeder Komfort.

Bretthart holpert der 7690 Euro teure Twizy über die Piste und bis Anfang des Jahres hatte das "Spaßmobil" nicht mal Seitenscheiben. Der Motor, der den Elektriker beschleunigt, steckt im Heck und leistet 17 PS.

Der Twizy ist nicht als Auto, sondern als Quad klassifiziert, wird mit Nummernschildern ausgerüstet und verlangt einen regulären Führerschein. Daneben gibt es noch den 6990 Euro teuren Twizy 45, bei dem die Leistung auf 5 PS gedrosselt wird; er läuft bis zu 45 km/h schnell und maximal 120 Kilometer weit. Für dieses Modell reicht der Führerschein Klasse S.

Ein kompletter Ladevorgang dauert bis zu 3,5 Stunden und kostet nach Angaben von Renault rund 1,50 Euro. Die Batterien müssen von Renault zu Preisen ab 50 Euro pro Monat gemietet werden; sie zählen nicht zum Grundpreis.

Irgendwie sinnfälliger erscheint da der Elektroroller C Evolution von BMW. Auf Basis der Maxi-Roller der C-Baureihe mit konventionellem Verbrennungsmotor verfügt der C Evolution über einen flüssigkeitsgekühlten Elektro-Motor. Dieser hat eine Nennleistung von 15 PS und eine Spitzenleistung von 48 PS. Die Höchstgeschwindigkeit ist auch hier bei 120 km/h elektronisch abgeregelt.

Der Lithium-Ionen-Akku liefert Strom für bis zu 100 Kilometer und lässt sich in rund vier Stunden an jeder Haushaltssteckdose wieder aufladen. Während der Fahrt kann der Elektro-Roller per Rekuperation Energie zurückgewinnen.

Zur Ausstattung des BMW C Evolution gehören unter anderem Traktionskontrolle, LED-Tagfahrlicht und beheizbare Lenkergriffe. Ein Farbdisplay im Cockpit informiert über Geschwindigkeit, Durchschnitts- und Gesamtverbrauch, aber auch über den Batterie-Ladezustand sowie die Restreichweite.

Über Preis und Produktionsstart hält sich der bayerische Autokonzern aber noch bedeckt. Denkbar wäre eine Serienproduktion im nächsten Jahr. Dann will auch Smart seinen Elektroroller "Escooter" 2014 auf den Markt bringen.

Bis es so weit ist, müssen Fans von Smart noch mit dem Fortwo Electric Drive vorlieb nehmen. Allerdings muss sich der Käufer des Mini-Stromers auf einen satten Aufschlag gefasst machen. 23.700 Euro, damit rund 10.000 Euro mehr als für den Benziner, sind auf den Tisch zu legen, will man Fahrzeug samt Akku sein Eigen nennen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Batterieflitzer auch ohne das Lithium-Ionen-Paket ordern und den Hochvolt-Akku stattdessen für 65 Euro im Monat mieten. "sale&care" nennt Daimler dieses Finanzierungsmodell, bei dem das Gewährleistungsrisiko für die Batterietechnik beim Hersteller bleibt. Über zehn Jahre hinweg wird dem Nutzer garantiert, dass der Akku einen bestimmten Leistungswert erbringt.

Kunden, die sich für das Auto ohne Akku entscheiden, zahlen dann knapp 19.000 Euro für das Coupé und 22.000 für das Cabrio. Der Motor, ein Produkt aus einem Joint Venture mit Bosch, bringt es im Dauerbetrieb auf eine Leistung von 48 PS und in der Spitzenlast auf 75 PS. Damit schafft der heckgetriebene Flitzer immerhin 125 km/h Spitze.

Und auch bei der Reichweite hat der Autobauer zugelegt. Statt zuvor 120 sollen nun 145 Kilometer möglich sein, bis der 175 Kilogramm schwere Akku, der sich im Sandwichboden befindet, ...

... eine Ladestation braucht. Die Verweilzeit an einer Haushaltssteckdose beträgt sieben Stunden. An einer Wallbox oder öffentlichen Ladestation muss sechs Stunden pausiert werden. Schneller geht es mittels Hochvolt-Schnellladung. Dann ist der Ladevorgang in weniger als einer Stunde erledigt.

Während die bis hier vorgestellten Fahrzeuge alle auf reinen Batteriebetrieb setzen, hat sich Hyundai für eine andere Variante des umweltbewussten Vortriebs entschieden: Wasserstoff. Seit Anfang des Jahres wird das Kompakt-SUV ix35 Fuel Cell in einer Kleinserie produziert. Dabei leistet die Brennstoffzelle eine maximale Leistung von 136 PS.

Im Hochleistungsbereich wird sie von einem Akku unterstützt, der noch einmal 30 PS zur Verfügung stellt, so dass am Ende 166 PS zur Verfügung stehen. Die Reichweite liegt bei 594 Kilometern mit einer Tankfüllung, wobei auch hier die Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h begrenzt ist.

Dafür ist der 144 Liter fassende Wasserstofftank innerhalb von drei Minuten gefüllt. Das sind 5,64 Kilogramm, wobei 1 Kilo Wasserstoff an der Tankstelle zur Zeit etwa 10 Euro kostet. Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen ix35 Fuell Cell zu fahren, muss mit Hyundai verhandeln. Der kann nur auf vier Jahre geleast werden, wobei die Konditionen wohl sehr unterschiedlich sind.

Wer jetzt allerdings auf ein Schnäppchen hofft, der wird enttäuscht werden. Denn noch sind die Produktionskosten so hoch, dass man sich für den umweltfreundlichen ix35 Fuel Cell auch einen Öko-Boliden aus Bayern kaufen könnte.

Ab dem Frühjahr 2014 wird der Elektro-Sportwagen i8 mit Plug-in-Hybridantrieb zum Preis ab etwa 125.000 Euro in den Verkaufsräumen der BMW-Händler stehen. Der 1490 Kilogramm leichte und 250 km/h schnelle Sportwagen begnügt sich zumindest theoretisch mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 2,5 Liter Super plus auf 100 Kilometern.

Diesen Wert verdankt der äußerst futuristisch designte i8 nicht nur seinem Antrieb, sondern auch einem Luftwiderstandswert von 0,26 cW. Im Zusammenspiel von Verbrenner und Elektromotor liegt die Reichweite bei 500 Kilometern. Rein elektrisch wird der i8 sich allerdings nur 35 Kilometer bewegen. Standard für Hybrid-Autos.

Sollte das Verlangen nach großem Fahrspaß oder die fast leergefahrene Batterien es aber nötig machen, so steht im hinteren Bereich des Fahrzeugs der erste Dreizylinder-Benzinmotor in einem Serienfahrzeug der Bayern bereit. Aus nur 1,5 Litern Hubraum, aber mit Doppelturbo-Technologie generiert das Triebwerk sensationelle 231 PS.

Der i8 hat im Moment keinerlei Konkurrenz zu fürchten. Der Mercedes-AMG electric-drive und der Porsche 918 Spyder kosten das Vier- bis Siebenfache. Allerdings gibt es da noch einen US-amerikanischen Hersteller, der sich gerade anschickt, den europäischen Markt zu erobern:

In den USA punktet seit einiger Zeit die Elektroautofirma Tesla mit ihrem Model S. Im letzten Jahr verkaufte der Hersteller mehr Modelle von seinem Luxusstromer als die deutschen Premiummarken Mercedes, BMW und Audi von ihren benzingetriebenen Fahrzeugen.

Mit diesem Erfolg im Nacken startet Tesla jetzt auch in Europa durch. Der Preis des Model S beginnt bei 71.840 Euro für die 306 PS starke Variante. In den USA geht es bei rund 50.000 Dollar (etwa 40.000 Euro) los. Mit der 60-kWh-Batterie hat die Limousine eine Reichweite von 370 Kilometern.

Für rund 10.000 Euro mehr wird das Model S mit 85-kwh-Akku und einer Leistung von 367 PS ausgeliefert, dann beträgt die Reichweite 480 Kilometer. Die Topversion Performance hat 421 PS. Für sie werden mindestens 95.900 Euro fällig. Viel Geld für ein grünes Luxusgewissen. Mit einer 10-kWh-Ladestation soll pro Stunde Strom für 50 Kilometer Reichweite gespeichert werden können.

Um die Reichweitenangst der Kunden zu minimieren, sollen kurz nach dem Marktstart in Europa die wichtigsten Autorouten des Kontinents mit Schnellladestationen ausgestattet werden. Bis Ende 2014 sollen die Ladestationen in einer maximalen Entfernung von 320 Kilometern stehen, versprach Tesla auf der IAA.

Als Vorreiter bei alternativen Antrieben hatte man Volvo bislang nicht so richtig auf der Rechnung. Doch jetzt kommen die Schweden mit dem ersten Diesel-Hybrid, den man auch an der Steckdose aufladen kann.

Ein kräftiger Fünfzylinder-Diesel an der Vorderachse, ein Elektromotor an der Hinterachse und moderne Lithium-Ionen-Batterien unter dem Kofferraum: Damit verspricht der neue V60 Plug-in-Hybrid bis zu 50 Kilometer Reichweite im Elektrobetrieb, Fabelwerte bei Verbrauch und Emissionen und bei Bedarf dennoch sportliche Fahrleistungen – zum stattlichen Preis von mindestens 58.710 Euro.

Drei Autos in einem – nämlich Elektroauto, Diesel und effizienter Hybrid – ist der neue V60 Plug-in-Hybrid nach dem Verständnis der Schweden, und seine innovative Antriebstechnik lässt sich am besten mit Zahlen beschreiben: 215 Diesel-PS plus 68 PS vom Elektromotor an der Hinterachse, bis zu 50 Kilometer elektrische Reichweite bei bis zu 120 km/h, 1,8 Liter Durchschnittsverbrauch bei CO2-Emissionen von nur 48 g/km.

Andere Zahlen schmeicheln dem 4,63 Meter langen Mittelklasse-Kombi allerdings weniger: Er ist schwerer als eine S-Klasse (über zwei Tonnen), schluckt weniger Gepäck als ein Golf (nur 304 Liter wegen der Batterie unter dem Kofferraumboden) und ist wohlwollend gerechnet mindestens 10.000 Euro teurer als der vergleichbar motorisierte V60 D5.

Überlegungen, ab welcher Kilometerleistung sich die Anschaffung des Plug-in-Hybrid im Vergleich zum normalen Fünfzylinder-Diesel lohnt, stellt auch Volvo deswegen gar nicht erst an. Eine Kundschaft, die sich dem Diesel-Plug-in mit dem Rechenschieber nähert, haben die Schweden ohnehin nicht im Blick.

Es soll eher um Menschen mit hoher Technikaffinität gehen, die zu den Vorreitern gehören und sich ihr ausgeprägtes Umweltbewusstsein durchaus etwas kosten lassen wollen. Von den ersten Exemplaren der Startauflage sei kaum eines für unter 60.000 Euro verkauft worden, heißt es bei Volvo, und das dürfte beim überarbeiteten Plug-in-Hybrid, der ab 58.710 Euro erhältlich ist, kaum anders werden.

Der Bestseller der Plug-in-Hybride ist der Prius. Toyota bietet den Stromer ab 36.200 Euro an. Der Prius mit Ladekabel kommt elektrisch 25 Kilometer weit und schaltet, wenn die Akkus leergefahren sind, auf den Hybridantrieb um.

Wie die konventionelle Prius-Version verfügt der Plug-in über eine Systemleistung aus Verbrenner und Elektromotor von 136 PS. Als Energiespeicher kommen Lithium-Ionen-Akkus statt der Nickelmetallhydridbatterien zum Einsatz.

Die Akkus können an jeder konventionellen Steckdose innerhalb von anderthalb Stunden geladen werden. Die Kombination aus Elektro- und Hybridmodus ergibt rechnerisch eine Reichweite von 1200 Kilometern.

Der Innenraum ist für fünf Personen bemessen, und auch das Kofferraumvolumen blieb mit 443 Litern (auf 1545 Liter erweiterbar) nahezu unverändert. Damit liegt der Toyota deutlich vor seinem Konkurrenten Ampera, der nur vier Sitze und einen um 200 Liter kleineren Kofferraum hat.

Zu Preisen ab 39.990 Euro ist ab sofort der Ford Focus Electric bestellbar. Alternativ kann die E-Version des fünftürigen Kompakten auch für 555 Euro im Monat geleast werden, allerdings ist dann eine Sonderzahlung in Höhe von 9644 Euro zu leisten. Damit ist der Elektro-Focus nicht nur das teuerste Modell der Kompaktfamilie, sondern der im Basispreis auch aktuell teuerste Ford überhaupt.

Den Antrieb des in Saarbrücken gebauten Elektroautos übernimmt ein 145 PS starker E-Motor, der von einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 23 kWh mit Strom versorgt wird. Die Reichweite pro Batterieladung gibt der Hersteller mit 162 Kilometern an.

Aufgeladen wird der Elektro-Fokus an der Haussteckdose innerhalb von elf Stunden, mit einer ebenfalls bestellbaren Lade-Box für die Garagenwand sind es sechs bis sieben Stunden. Die gleiche Zeit wird an öffentlichen Ladestationen benötigt, eine Schnell-Ladestation kommt mit drei bis vier Stunden aus.

Um den hohen Aufpreis für die Antriebstechnik wettzumachen, zeigt sich Ford bei der Ausstattung großzügig. Der E-Focus basiert auf der höchsten Ausstattungslinie "Titanium" (unter anderem Klimaautomatik, Audioanlage und Lederlenkrad) und bietet zusätzlich Bi-Xenon-Scheinwerfer, 17-Zoll-Felgen und Navigationssystem.

Der Start in die elektrische Mobilität kostet bei Mitsubishi 34.390 Euro. Damit ist der Japaner 774 Euro günstiger als der Citroen C-Zero. Technisch sind beide aber gleich. Angetrieben wird der Viertürer von einem Elektromotor mit 67 PS, der ein maximales Drehmoment von 180 Newtonmeter entwickelt.

Die Reichweite pro Akkufüllung beträgt laut Datenblatt 150 Kilometer. In der Realität allerdings verringert sich dieser Wert deutlich; vor allem auf der Autobahn, wo er auf knapp die Hälfte sinkt, auch wenn man die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h nicht ausfährt.

Die Ausstattung des E-Mobils ist fast vollständig: Sechs Airbags, ESP, Metallic-Lackierung und Klimaanlage sind immer an Bord. Für die Batterie sowie die wichtigsten Elektrokomponenten wie Inverter und Motor gibt das Unternehmen eine Garantie von fünf Jahren bis 100.000 Kilometer.

Getankt wird der Kleinwagen über einen Anschluss an der rechten Fahrzeugseite. Bis eine vollständig entladende Batterie wieder komplett geladen ist, dauert es allerdings 6 Stunden. Schneller als an der Haushaltssteckdose geht es an einer Schnellladestation; dort sind nach einer halben Stunde 80 Prozent der Kapazität erreicht.

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