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Nicht alles ist geklaut: Tops und Flops der Auto China

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Flop: BMW kann einem leidtun. Einst wurden scharfe Geschütze gegen den harmlosen Shuanghuan CEO aufgefahren. Jetzt müssen die Bayern hinnehmen, dass der eigene Kooperationspartner Brilliance eine originalgetreuere Kopie des X1 zusammenschraubt.

Flop: BMW kann einem leidtun. Einst wurden scharfe Geschütze gegen den harmlosen Shuanghuan CEO aufgefahren. Jetzt müssen die Bayern hinnehmen, dass der eigene Kooperationspartner Brilliance eine originalgetreuere Kopie des X1 zusammenschraubt.

Flop: BMW kann einem leidtun. Einst wurden scharfe Geschütze gegen den harmlosen Shuanghuan CEO aufgefahren. Jetzt müssen die Bayern hinnehmen, dass der eigene Kooperationspartner Brilliance eine originalgetreuere Kopie des X1 zusammenschraubt.

Flop: Bei der gemeinsamen Entwicklung dieses Elektroautos hat sich BYD dem Vernehmen nach noch gründlicher entzaubert ...

... als zu befürchten war. Der Batteriehersteller wähnt sich auf dem Weg zum Elektronikriesen - der Fahrzeugbau ist da offenbar nur eine Durchgangsstation. Daimler musste retten, was zu retten war. Für das Design war da offenbar keine Zeit mehr.

Flop: Die Kopie des verblichenen Mitsubishi Grandis auf einer Kleinwagen-Plattform steht nur stellvertretend für eine lange Reihe von Plagiaten, mit der die Chinesen sich als Automobilbauer - überflüssigerweise - selbst karikieren.

Flop: Wenn Geely schon auf einer Kompaktplattform einen Bentley kopiert, dann muss es gleich das Spitzenmodell Mulsanne sein. Doch bei den Proportionen des Englon klemmt es. Steht zu hoffen, dass sich Geely mit diesem Auto selbst ein wenig auf den Arm nehmen möchte. Auf den neuen Chefdesigner Peter Horbury warten jedenfalls gewaltige Aufgaben.

Top: Der weißlackierte Geländewagen Geely GX5 erntet auch bei westlichen Designern Respekt. Land Rover sollte genau hinschauen - diese Interpretation kommt einem klassischen Geländewagen näher als der hauseigene DC100, mit dem einst der Defender ersetzt werden soll.

Flop: Mit dem Facelift des B35 versprach Hawtai ein ganz eigenständiges Auto zu schaffen. Bei genauem Hinsehen erkennt man aber einen Jaguar-Grill, der an eine billige Kopie des Porsche Cayenne geheftet wurde.

Top: Die chinesische Parteilimousine Hongqi L7 bekam vor wenigen Jahren eine neue Karosse, behielt aber ihren klassischen Stil bei: Die Änderungen fallen kaum auf. Man darf durchaus von einer Ikone sprechen, wenngleich die Marktchancen in der freien Wirtschaft begrenzt sein dürften.

Flop: Beim Heyue SC hat sich Hersteller JAC fleißig bei der Konkurrenz bedient. Ein wenig Lamborghini, ein Löffelchen vom Mustang und am Ende noch einen Klecks Ferrari. Da erwartet man beim Blick auf den Boliden auch einen ordentlichen Motor, aber über 165 PS, gepresst aus einer 2,3-Liter-Maschine kann jeder GTI-Fahrer nur grinsen.

Top: Die mit Abstand eleganteste Oberklasse-Limousine kommt in China auch mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo auf den Markt. Der Verzicht auf eine Hybridisierung hält das Gewicht niedrig. Weniger ist mehr - vor allem wenn es um Batterien im Auto geht.

Top: Der Lamborghini Urus ist wohl das interessanteste Auto auf der Messe in Peking und nimmt den Vorstoß der Sportwagenmarke in das SUV-Segment vorweg. Wenn er 2016 auf den Markt kommt, ...

... soll er zum meistverkauften Lamborghini werden. Wohl deshalb ist das Design bei aller Extravaganz etwas braver ausgefallen, als wir erwartet hätten. Sicher ist sicher - eine neue Philosophie in Sant'Agata Bolognese.

Flop: Alle sprechen über Audi, BMW und Mercedes-Benz, beim Image bewegen sich die drei Deutschen auf Augenhöhe. Auch über Jaguar wird in China mit Interesse diskutiert. Die japanischen Nobelmarken Lexus und Infiniti verlieren demgegenüber den Anschluss: Schwächeres Image, wenig Präsenz. Schade.

Flop: Während das Mercedes-Benz Concept mit scharfen Linien und Blinker im Stil einer "La-Ola-Welle" (Mercedes-Pressetext) große Aufmerksamkeit genießt, zeigt das G-Modell sich weiter wie ein Kasten auf Rädern. Und so wird es wohl noch lange weitergehen.

Top: Das Crossover-Modell MG Icon nimmt Stilelemente der klassischen MG-Sportwagen auf und präsentiert sich gleichzeitig als moderne Alternative in einem wachsenden Segment. Noch ist der Icon eine Studie. Die Marke MG besitzt Potential - es ist zu hoffen, dass die Chinesen etwas daraus machen.

Flop: Kurze Zeit sah es so aus, als hätte das Design bei Renault wieder eine unangefochtene Position. Doch im Augenblick haben die Produktplaner wieder gewaltig an Machtfülle zugelegt. Ergebnis sind schlecht proportionierte, rein nutzenoptimierte Fahrzeuge wie der aktuelle Laguna, der Latitude - und nun der Talisman.

Top: Volkswagens spanische Tochter nutzt die Messe in Peking, um sich mit sehr sportlichen Modellen konsequent zu definieren. Vielleicht sind die Chinesen offener für die Positionierung der Marke, denn in Europa kommen die Spanier einfach nicht zu Potte.

Top: Flügeltüren haben Autofans schon immer in ihren Bann gezogen. Bei einem Kleinwagen wirken sie unter Umständen etwas dick aufgetragen, ermöglichen aber in jedem Fall einen bequemen Ein- und Ausstieg.

Top: Nach dem Ableben von Saab lebt die Marke in China weiter. Unter dem Blechkleid des von BAIC präsentierten C51X steckt die robuste Technik des Saab 9-5.

Flop: Mercedes-Benz und BMW haben damit begonnen, ihre Modellbezeichnungen nur noch dem Schein nach am Hubraum, tatsächlich aber an marketingpolitischen Erwägungen auszurichten. Jetzt beginnt auch Audi damit - beispielsweise mit dem A6 L 50, der tatsächlich nur über 3,0 Liter Hubraum verfügt.

Top: Doch es gibt auch positives über die Ingolstädter zu berichten. Die Audi-Designer Frank Gruner, Johannes Tovar und Barbara Sika haben eine überzeugende Interpretation des Q3 hingelegt, die verschiedene Elemente zukünftiger RS-Modelle vorwegnimmt.

Flop: Mit großer Wucht versuchen die Chinesen ihren Kunden das Gefühl zu geben, dass sie auch bei den Boliden kräftig mitmischen können. Auch der BAIC C50E macht einen auf dicke Hose, wirkt aber ein wenig gewollt.

Flop: Konzeptautos bieten immer einen Blick in die Zukunft und Nissan hat diesbezüglich schon ansehnliches geliefert. In diesem Fall sind die Designer aber definitiv über das Ziel hinausgeschossen.

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